Außer Spesen nichts gewesen

Tarifverhandlungen | Arbeitswelt - Sonstiges
von hallelife.de | Redaktion

Die Arbeitgeber haben in der dritten Tarifverhandlung für die Beschäftigten im Groß- und Außenhandel und im genossenschaftlichen Großhandel in Sachsen-Anhalt kein verbessertes Angebot vorgelegt.

Mit einer Forderung von 4,5 % plus 45 € für 12 Monate, ging ver.di abermals am 06.07.2021 in die Tarifverhandlung für die rund 18.000 Beschäftigten im Groß- und Außenhandel und im genossenschaftlichen Großhandel in Sachsen-Anhalt.

Mit dem aus der letzten Tarifverhandlung alten Angebot von 1,5 % ab März 2022 und weiteren 1,0 % im November 2022 sind die Arbeitgeber nach Magdeburg angereist.

Bundesweit geraten die Tarifverhandlungen für den Groß- und Außenhandel ins Stocken.

Was die Beschäftigten von dem Angebot halten, hat u.a. der Warnstreik beim Penny Zentrallager in Landsberg gezeigt. 90 % der Frühschicht haben sich am Warnstreik am 01.07.2021 beteiligt.

„Ohne Druck läuft’s eben nicht“, so ver.di Verhandlungsführer Torsten Furgol. „Wir werden noch in diesem Monat die Streikintensität erhöhen müssen.“

Viele Beschäftigte arbeiten seit letztem Jahr an ihrer Belastungsgrenze. Ein weiterer Grund für eine deutliches Mehr im Portemonnaie.

Der Groß- und Außenhandel hat im vergangenen Jahr mehr als 1,316 Billionen Euro umgesetzt. Dieser immense Umsatz ist in erster Linie den Beschäftigten zu verdanken. Ohne sie läuft nichts. Sie sorgen dafür, dass die Regale in den Geschäften gefüllt sind, die Baustellen laufen und die Apotheken mit Medikamenten versorgt werden.

Die nächste Tarifverhandlung findet am 29. Juli 2021 in Magdeburg statt.

 

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