Langzeitarbeitslosigkeit bleibt eine der größten Herausforderungen für den Arbeitsmarkt

Halle | Arbeitswelt - Sonstiges
von hallelife.de | Redaktion

Die Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt in Halle und im Saalekreis ist groß. Wer eine Ausbildung hat, der ist meist nur kurz ohne Job. Massenarbeitslosigkeit ist heute kein Thema mehr im Agenturbezirk Halle. Dennoch haben wir einen verfestigten Sockel von Langzeitarbeitslosigkeit. Viele Menschen haben es trotz des Aufschwungs nicht in Arbeit geschafft.

Je länger aber eine Person ohne Arbeit bleibt, desto schwerer wird es, in einem neuen Job Fuß zu fassen. So gibt es zwar immer weniger Arbeitslose, aber darunter immer mehr Menschen, die ein Jahr oder länger ohne Arbeit sind.

Der Rückgang der Langzeitarbeitslosigkeit ist nicht mit der allgemeinen rückläufigen Entwicklung der Arbeitslosigkeit gleichzusetzen. Langzeitarbeitslose finden sich häufiger im Jobcenter wieder.

Neben dem Alter sind auch fehlende Berufsabschlüsse und Qualifikationen ursächlich für die Langzeitarbeitslosigkeit, so Petra Bratzke Chefin der Hallenser Arbeitsagentur.

Ein Drittel der Langzeitarbeitslosen verfügen über keinen Berufsabschluss. Ein Großteil ist alleinerziehend und viele sind geringqualifiziert, was die Integration in den Arbeitsmarkt erschwert.

„Eine fehlende oder nicht mehr zeitgemäße Qualifikation erschwert die Vermittlung in Arbeit erheblich. Aber auch soziale, körperliche und psychische Probleme verstetigen die Dauer der Arbeitslosigkeit“, so Jan Kaltofen Geschäftsführer des Jobcenter Halle (Saale).

Die Agentur für Arbeit Halle und das Jobcenter Halle (Saale) werden daher ihre Bemühungen um eine Integration in den Arbeitsmarkt zunehmend ausbauen:

Am 01.01.2019 ist das Teilhabechancengesetz (THCG) in Kraft getreten. Es beschreibt ein neues Regelinstrument im Sozialgesetzbuch II (§16i SGB II) und erweitert ein bereits bestehendes (§16e SGB II).

„Wir investieren in die Betroffenen und werben mit unserem gemeinsamen Arbeitgeberservice um Akzeptanz dieser Personengruppe bei Arbeitgebern“, so Bratzke weiter.

„Wir können es uns nicht leisten, dass Potential der Langzeitarbeitslosen nicht zu nutzen, bei der derzeitigen positiven Arbeitsmarktlage“, ergänzt Kaltofen.

Zusätzlich halten Arbeitsagentur und Jobcenter ein reichhaltiges Instrumentenpaket bereit: Von der Probearbeit, Eignungstests, Arbeitsplatzbegutachtungen und Technischen Beratungen über berufspsychologische Einschätzungen, Unterstützung der Arbeitsaufnahme bis hin zur bekannten Qualifizierung und dem Eingliederungszuschuss. Diese Förderungen bringen Bewerber und Arbeitgeber da zusammen, wo die Potentiale Übereinstimmung zum Arbeitsangebot signalisieren.

Petra Bratzke und Jan Kaltofen appellieren bei Ihrem Besuch im Globus SB-Warenhaus an Arbeitgeber mit Einstellungsbedarfen: „Geben Sie auch Langzeitarbeitslosen eine Chance, sich zu beweisen. Wir werden ganz individuell für Ihr Unternehmen und den geeigneten Bewerber eine Arbeitsaufnahme unterstützen. Unser gemeinsamer Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit und des Jobcenter Halle (Saale) berät Sie gern.“

Der Kontakt für eine schnelle Beratung geht am besten über die kostenfreie Hotline für

Arbeitgeber 0800 4 5555 20 oder unter dem Link:

http://www.jobcenter-hallesaale.de/Aktuelles/Teilhabechancengesetz

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