Viele Städte in Sachsen-Anhalt ohne Marketing

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IHK-Umfrage | Aktuelles

Viele Städte in Sachsen-Anhalt betreiben kein Stadt- bzw. Citymarketing. Je kleiner die Stadt umso seltener gibt es entsprechende Aktivitäten. Am häufigsten ist das Marketing in einer Stabstelle in der kommunalen Verwaltung oder in einer eigenständigen Organisationseinheit angesiedelt. Circa 70 Prozent der marketingaktiven Städte steht hierfür ein Jahresbudget zur Verfügung: Die Höhe schwankt stark und reicht von 1.500 bis zwei Millionen Euro. So lauten die wichtigsten Ergebnisse einer aktuellen Umfrage der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau (IHK) unter 96 Städten in Sachsen-Anhalt.

 

Viele Städte in Sachsen-Anhalt ohne Marketing

„Demografischer Wandel, zu wenige oder kaum verweilende Touristen, Investitionsstaus und Qualitätsverluste an den Handelsplätzen in den Innenstädten, mangelnde Alleinstellungsmerkmale im zunehmenden Standortwettbewerb und das alles bei nur knapp gefüllten kommunalen Kassen – dieses Kurzportrait vieler Städte in Sachsen-Anhalt macht deutlich: es besteht dringender Handlungsbedarf bei der Sicherung und Stärkung unserer (Innen)Städte. Stadtmarketing ist ein mögliches Instrument, um diesen Herausforderungen erfolgreich zu begegnen“, so IHK-Geschäftsführerin Antje Bauer zum Hintergrund der Befragung. 

Der Befragung der IHK zu Folge betreiben nur knapp 30 Prozent der größeren Städte Sachsen-Anhalts ein Stadt- bzw. Citymarketing: Die Großstädte Dessau-Roßlau, Halle (Saale) und Magdeburg, knapp 70 Prozent der Mittel- und acht Prozent der Grundzentren.  

„So ernüchternd diese Ergebnisse sind, es gibt auch einen Hoffnungsschimmer: In fast allen Städten existieren andere beziehungsweise weitere Initiativen oder Einrichtungen zur Vermarktung – unabhängig davon, ob es ein Stadt- bzw. Citymarketing gibt oder nicht. Und knapp 40 Prozent der Städte mit entsprechendem Marketing verfügt über zusätzliche Einnahmen, um dieses auch finanzieren zu können“, so Bauer, die für das kommende Jahr Aktivitäten der Kammer ankündigt, um Entscheidungsträger in den Kommunen weiter für ein professionelles Stadtmarketing zu sensibilisieren und dieses verstärkt als ein wichtiges Instrument zur Zukunftsentwicklung und Profilierung der Städte zum Einsatz zu bringen.

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