Nachtführung auf dem Stadtgottesacker

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Halle | Aktuelles

Im Rahmen der Ausstellung ("Marcus Golter - Ein feiner stiller Ort - Fotografien von Bogenreliefs auf dem Stadtgottesacker") des Halleschen Kunstvereins und dem Stadtmuseum Halle (Saale), fand gestern die lang angekündigte Nachtführung auf dem ab 1557 errichteten Stadtgottesacker statt.

Nachtführung auf dem Stadtgottesacker

Die Camposanto Anlage, gilt als einer der schönsten Friedhöfe in Deutschland und als ein Meisterwerk der Renaissance. Von den 94 Renaissance Grabbögen waren 1945 durch Bomben 26 zerstört oder beschädigt worden.

Bis Anfang der 60er Jahre wurden die meisten der Bögen wieder aufgestellt, blieben aber ohne Reliefs. Seit 1991 wurden über 11 Millionen Euro in die Wiederherstellung investiert, davon allein 6,2 Millionen Euro als Privatspende der 2012 verstorbenen Marianne Witte, Tochter des Nobelpreisträgers für Chemie, Karl Ziegler. Mit dem Läuten der kürzlich restaurierten Glocke im Turm begannen der Bildhauer Marcus Golter und die Bildhauerin Maja Graber, die nächtliche Führung.

Neben wissenswerten über den Stadtgottesacker, Erklärungen was die neuen Reliefs darstellen und wie die Ideen dazu entstanden, gab auch vieles über die hier beigesetzten Personen zu hören. Von Nickel Hofmann, dem Erbauer des Gottesackers, über Christian Thomasius dem Gründer unserer halleschen Universität, bis zum Vater von Georg Friedrich Händel, der einem Bauernsohn aus Maschwitz bei Halle ein Messer aus dem Magen entfernte. Damals sehr glaubhaft, aber heutige Mediziner schmunzeln drüber.

Der Stadtgottesacker hat die normalen Friedhofsöffnungszeiten der Stadt Halle.

Die Ausstellung im Stadtmuseum, Große Märkerstraße 10, kann noch bis zum 31. Oktober 2017, dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr besichtigt werden.

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