Mobilitätshelfer müssen bleiben

Fraktionen im Stadtrat | Aktuelles
von hallelife.de | Redaktion

Seit mehreren Jahren gibt es das Projekt „Mobilitätshelfer in Bus & Bahn“ in Halle. Die Helfer bieten Unterstützung und Begleitung für Fahrgäste der HAVAG auf Nachfrage an. Begleitet werden dabei mobilitätseingeschränkte Personen, Senioren und Kinder. Durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie und die damit verbundenen Schutzmaßnahmen musste das Projekt, dessen Förderung erst Ende 2020 auslaufen sollte, im April vorzeitig beendet werden. Damit droht den Helfern, die mittlerweile fast selbstverständlich zum Bild in Bahn und Bussen gehörten, das Aus.

Eric Eigendorf, Vorsitzender der SPD-Fraktion: „Corona darf nicht das Ende dieses so wichtigen Projektes sein. Die Mobilitätshelfer sind nicht nur für diejenigen, die direkt unterstützt werden, ein großer Gewinn. Auch deren Angehörige können durch diese Hilfe spürbar entlastet werden. Viele Familien betreuen gleichzeitig Kinder und Eltern mit Unterstützungsbedarf. Da kann ein Mobilitätshelfer, der z.B. die Mutter mit einer Gehbeeinträchtigung zu einem Arzttermin oder zu einer Behörde begleitet, eine enorme Hilfe im Alltag sein. Gleichzeitig ist diese Aufgabe auch für die Helfer selbst eine sinnhafte Arbeit. Wir fordern daher, dass sich der Oberbürgermeister für eine Fortsetzung starkmacht, die von Dauer ist.“

Kay Senius, sozialpolitischer Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion, dazu: „Das Projekt hat einen guten und wirkungsvollen Ansatz. Durch die Hilfe besteht für die Teilnehmenden die Möglichkeit, die alltäglichen Belange mit mehr Sicherheit zu erledigen. Das steigert ihre Lebensqualität und erweitert auch den Bewegungs- und Erlebnisradius, gerade beeinträchtigter und älterer Menschen. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass Menschen miteinander ins Gespräch kommen. Solch ein Projekt ist auch mit Blick auf die Senioren- und Familienfreundlichkeit unserer Stadt sehr wertvoll. Weiterhin könnten die Mobilitätshelfer, auch für aktuelle Besonderheiten innerhalb Beförderungsbedingungen, wie z.B. das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes, werben.“

„Wir können uns weiterhin vorstellen, dass eine Neuauflage des Projekts größer gedacht wird und Einrichtungen, die vor allem ältere und beeinträchtigte Menschen betreuen, stärker in die Konzeption des Projekts eingebunden werden. Wir werden nach der Sommerpause zu den Möglichkeiten der Neuauflage eine Anfrage bei der Stadtverwaltung stellen“, kündigte Eric Eigendorf abschließend an.

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