Halle auf einem Kurztrip erleben

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Es gibt eine Menge Bauten, welche in Halle, der Stadt an der Saale im Bundesland Sachsen-Anhalt gelegen, sehenswert sind. Schließlich blickt die Stadt mit ihren heute 230.000 Einwohnern auf eine mehr als tausendjährige Geschichte zurück. Heute ist Halle eine Kultur-und Wissenschaftsstadt, die pulsiert. Entstanden ist sie aus dem Reichtum, der mit dem Abbau von Salz begann. Der Stadtname lässt sich auf das keltische Wort „hall“ zurückführen, mit der das Salz bezeichnet wurde.

Halle auf einem Kurztrip erleben

Die im Mittelalter entdeckten Salzquellen legten den Grundstein für den Reichtum der Region. Ein besonderes Highlight beim Besuch in Halle ist die weitgehend unzerstörte Altstadt, die selbst von den Wirren des Zweiten Weltkriegs verschont blieb. Hier können restaurierte Bürgerhäuser, bunte Kneipenstraßen und alte Kirchen betrachtet werden. In der alten Marktkirche sind die original Totenmaske von Martin Luther und die Abdrücke seiner Hände ausgestellt.

Kunst jeglicher Couleur spielt eine große Rolle in Halle. Die jährlichen Händel Festspiele belegen dies eindrucksvoll. Außerdem gibt es fünf Theater-und Opernhäuser sowie mehr als 60 Kulturstätten. Zu den wichtigsten Sights gehört die Franckesche Stiftung, die 1698 gegründet wurde und heute 50 im Original erhaltene Gebäude aus drei Jahrhunderten beinhaltet. Die Martin-Luther Universität, das Landesmuseum für Vorder- und Frühgeschichte und natürlich das Salinenmuseum sollten bei einem Besuch nicht fehlen. Noch heute ist der Marktplatz, der im 12. Jahrhundert erbaut worden war, das Herz und das Zentrum der Stadt. Ganz in der Nähe befindet sich auch das Händel-Haus. Hier wurde 1685 der Barockkomponist Georg Friedrich Händel geboren. Einen Spaziergang wert ist auch die Moritzburg, der 500 Jahre alte, bevorzugte Sitz des Kardinal Albrecht von Brandenburg, der dort ein Zentrum der Frührenaissance initiierte. Die berühmte Burg Giebichenstein wurde im 9. Jahrhundert am Ufer der Saale auf dem malerischen Porphyrfelsen erbaut. Sie wurde im 19. Jahrhundert zu einem beliebten Treffpunkt der lokalen Romantiker. Das Salinenmuseum der ehemaligen königlichen Saline liefert einen Einblick in die Geschichte des Salzes in Halle. Die Kunst des Salzsiedens beherrschen bis heute nur die Halloren, die 1491 eine Bruderschaft der Salzwirker gründeten. Wer Halle spontan auf einem Kurztrip besuchen möchte, kann unter http://www.lastminute.de/reisen/deutschland/halle-saale/ passende Sparangebote abrufen.

 

Hallisch sprechen

In Halle an der Saale wird nur im seltensten Fall Hochdeutsch gesprochen. Der typische Dialekt entwickelte sich in der ehemaligen Armensiedlung Glaucha, deren Bewohner spöttisch der „Glauchsche Hochadel“ genannt wurden. Laut einer breit angelegten Studie der Germanistischen Fakultät an der Martin-Luther Universität in Halle besteht der Hallesche Dialekt aus vielen verschiedenen Fremddialekten. Ein einziges sprachliches Kuddelmuddel, das sei das Hallische, so die Forscher. Mehrere Sprachgrenzen verlaufen schließlich quer durch das Bundesland Sachsen-Anhalt. So beispielsweise die Maken/Machen-Linie, die niederdeutsche Dialekte von dem Hochdeutschen trennt. Ein guter Satz, den die Hallenser oft sagen, ist „Uff kläje jehen“ (auf die Arbeit gehen). Anhand dieses Satzes lässt sich gut die multiregionale Ausrichtung des Halleschen Dialektes aufzeigen: „Uff“ ist das niederdeutsche Wort für „auf“, „jehn“ kommt aus dem nordostthüringischen Sprachraum und „kläje“ (schwere Arbeit) kommt vom niederdeutschen „Klei“ (Schlamm). Viele Einflüsse kommen auch aus dem sächsischen Sprachraum. Zwei unterschiedliche historische Sprachvarianten lassen sich in Halle beobachten. Einerseits prägten die reichen Halloren den Dialekt, zudem fand die ausgeprägte Gaunersprache der Lattchern ihren Einzug ins Hallesche. Die Lattchern, ein fahrendes Volk, hatten ihre eigene Gaunersprache und verbreiteten jiddische Wörter wie „Meschugge, Ramsch“ und „Knast“ im Halleschen Dialekt. Seit dem Mittelalter fand auch das Rotwelsch seinen Weg in die Variante der Stadt und verbreitete sich in den unteren Schichten.

 

Sehenswertes in und um Halle

Wer die Stadt an der Saale besucht, sollte sich, neben den Stuck verzierten Altbauten in der Innenstadt, vor allem den Dom ansehen, der direkt an der Saale liegt. Er wurde vom Bettelorden der Dominikaner gegründet und 1300 n. Chr. fertiggestellt. Der runde, giebelige Dom war im Mittelalter der größte Sakralbau in Mitteldeutschland. Die Peißnitzinsel ist auch einen Besuch wert. Sie trennt die eigentliche Stadt Halle von der Satellitenstadt Halle-Neustadt.  Der in Deutschlnd einzigartige Bergzoo ist ebenso immer einen Besuch wert, genau wie das Schokoladenmuseum Deutschlands ältester Schokoladenfabrik. Ausflüge ins nähere Umland sollten den Halle-Besuchern vor allem nach Merseburg führen, etwa 15 km entfernt liegende Stadt mit den wünderschönen Schloss gilt auch als Geburtsstadt der berühmten Merseburger Zaubersprüche. Mehr Informationen dazu gibt es unter http://www.merseburg.de/de/zaubersprueche.html. Luthers Geburtsstadt Eisleben liegt etwa 30 km entfernt.

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