Ein Zeichen für Halle – ein Jahr nach dem Anschlag

LAMSA e.V. | Aktuelles
von hallelife.de | Redaktion

Kurz vor dem ersten Gedenktag zum Anschlag von Halle formiert sich eine breite zivilgesellschaftliche Aktionsplattform in Halle und darüber hinaus. „Wir haben das Bedürfnis, über das an diesem schrecklichen Tag Erlebte zu sprechen und uns untereinander zu bestärken“, schildert Mamad Mohamad, Geschäftsführer des LAMSA e.V., den Anlass zum Engagement: „An diesem Tag wollen wir gemeinsam mit den Bürger*innen der Opfer gedenken und ein Zeichen setzen.“

Dazu sind zwölf Partner*innen und Organisationen zusammengekommen:

  • LAMSA e.V. o Verband der Migrantenorganisationen (VeMo) Halle e.V.

  • Greenpeace Halle

  • Omas gegen rechts

  • Evangelische Kirchengemeinde

  • Fan-Projekt am Jugend- und Familienzentrum St. Georgen e.V.

  • Freiwilligenagentur Halle-Saalekreis e.V.

  • Der Kinderschutzbund Bezirksverband Halle (Saale) e.V. und

  • Villa Jühling e.V.

  • Stiftung Bürger für Bürger

In Halle wird es an diesem Tag zwischen 12:00 und 16:00 Uhr dezentrale Stände, „Orte der Solidarität“, geben.

Zudem werden die Bürger*innen zur Aktion „Kreidestrich-MENSCHEN-Kette“ aufgerufen. Mit bunten Kreiden auf den Gehwegen entstehen so die MENSCHEN-Ketten. LAMSA hat zwei Routen ausgesucht und wird die Bürger*innen und Besucher*innen animieren mitzumachen. Die Aktion startet um 10.00 Uhr ab Hauptbahnhof . Jede*r kann mitmachen, wann und wo er/sie will. Mittlerweile gibt es Signale auch aus Dessau-Roßlau, die Aktion vor Ort durchzuführen.

Aufgrund pandemiebedingter Hygienevorschriften hat sich LAMSA für diese Aktionsform entschieden. Auf die Abstandsregelung, Maskenpflicht bei Menschenmengen und Desinfektion der Kontaktfläche wird hingewiesen. Personen mit Krankheitssymptomen werden von der Veranstaltung verwiesen und gebeten, zu Hause zu bleiben, bzw. nach Hause zu gehen.

Das öffentliche Leben bleibt am Freitag um 12:01 Uhr für einige Minuten still.

„Nutzen Sie bitte diese Minuten fürs Innehalten, um der Opfer und Betroffenen zu gedenken. Wir stehen gemeinsam gegen jedwede gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit zusammen“, so Mohamad weiter.

 

Über das LAMSA:

Das Landesnetzwerk (LAMSA) wurde im Jahr 2008 gegründet und vertritt seither die politischen, wirtschaftlichen und sozialen, sowie kulturellen Interessen der Menschen mit Migrationshintergrund auf Landesebene. Es versteht sich als deren Fürsprecher und steht gegenüber der Landesregierung, allen migrationspolitisch relevanten Verbänden, Institutionen und weiteren Migrantenorganisationen in anderen Bundesländern als Ansprechpartner zur Verfügung. Im März 2014 gründete LAMSA einen gemeinnützigen Verein. Derzeit sind 107 Organisationen und Einzelpersonen unterschiedlicher Herkunft, kultureller Prägung sowie religiöser Zugehörigkeit im LAMSA vertreten.

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