DLRG Saale-Elster-Aue e.V. begrüßt Einigung zum Saalestrand

Halle (Saale) | Aktuelles
von hallelife.de | Redaktion

Die DLRG-Ortsgruppe Saale-Elster-Aue e.V. begrüßt die Einigung zwischen der Stadt Halle (Saale) und dem Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA), den Saalestrand an der Ziegelwiese auch künftig als öffentliche Badestelle zur Verfügung zu stellen. Der Fluss wird so auch weiterhin als Naturerlebnis vermittelt. Die zu schaffenden Rahmenbedingungen bieten eine gute Ausgangsbasis, um „wildes“ Baden zu vermeiden.

Nach Auffassung der DLRG Saale-Elster-Aue e.V. werden zudem klare Regeln zwischen den Besuchern der Badestelle und der öffentlichen Schifffahrt, aber auch dem privaten Bootsverkehr auf der Saale in diesem Bereich geschaffen. Das alles kann in seiner Gesamtheit zu mehr Sicherheit führen.

Rettungsschwimmer sind mittelfristig unerlässlich

Die Rahmenvereinbarung zwischen dem WSA und der Stadt Halle (Saale) ist dabei aber nur ein Anfang. „Allein wegen der bei den Einwohnern der Stadt und ihren Gästen wachsenden Begeisterung für den Saalestrand als Alternative zu vollen Freibädern muss grundsätzlich über den Einsatz von gut ausgebildeten Rettungsschwimmern nachgedacht werden. Schilder mit dem Hinweis, dass auf eigene Gefahr gebadet werden darf, reichen mittelfristig nicht aus“, sagt der Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe Saale-Elster-Aue e.V., Karl Karasz. Das Baden in Flüssen berge ihm zufolge weit mehr Gefahren als eine Abkühlung im Freibad.

Schnell im tiefen Wasserbereich

Zwar ist das Baden in Flüssen grundsätzlich erlaubt. Die DLRG-Ortsgruppe Saale-Elster-Aue e.V. warnt aber grundsätzlich davor. „Gerade Flüsse können heimtückisch und gefährlich sein“, sagt Karasz. So würden Strömungen oft unterschätzt. „Von den Unterströmungen sieht man nichts. Man erkennt auf der Wasseroberfläche nicht, wie tief und wie stark zum Beispiel Strudel sind.“ Grundsätzlich empfiehlt die DLRG, in Flüssen nur bis zu den Knien Abkühlung zu suchen. Gerade der Wasserbereich am Saalestrand fällt schnell ab und wird so zur Gefahr für ungeübte Schwimmer und vor allem Kinder.
Die DLRG-Ortsgruppe Saale-Elster-Aue e.V. regt daher an, dass die Stadtverwaltung in Halle (Saale) in den kommenden Monaten das Gespräch mit den Wasserrettungsorganisationen sucht. So kann sicherlich eine gemeinsame Lösung mit allen an der Wasserrettung in Halle und im nördlichen Saalekreis beteiligten Hilfsorganisationen zum Einsatz von Rettungsschwimmern am Saalestrand zumindest zu Spitzenzeiten gefunden werden.

 

Über die DLRG

Die DLRG ist mit rund 1,8 Millionen Mitgliedern und Förderern die größte Wasserrettungsorganisation der Welt. Seit ihrer Gründung im Jahr 1913 hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen vor dem Ertrinken zu bewahren. Schirmherr ist Bundespräsident Joachim Gauck. Die DLRG ist die Nummer Eins in der Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung in Deutschland. Von 1950 bis 2015 hat sie über 22 Millionen Schwimmprüfungen und über viereinhalb Millionen Rettungsschwimmprüfungen abgenommen. In mehr 2.000 Gliederungen leisten die ehrenamtlichen Helfer pro Jahr mehr als neun Millionen Stunden freiwillige Arbeit für die Menschen in Deutschland. Die Kernaufgaben der DLRG sind die Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung, die Aufklärung über Wassergefahren sowie der Wasserrettungsdienst. Über 40.000 Mitglieder wachen jährlich rund drei Millionen Stunden über die Sicherheit von Badegästen und Wassersportlern.

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