Aus dem Jahr 2016 für 2017 lernen!

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Gedanken zum neuen Jahr | Aktuelles

Das Jahr 2016 war verlustreich und bitter. Die Welt ist härter und kälter geworden. Deutschland führt Krieg gegen Syrien! So unmissverständlich sagt es jedenfalls der Historiker Daniele Ganser. Der Terror ist bei uns angekommen. So richten sich alle Hoffnungen auf 2017, doch dass im neuen Jahr der 13. gleich zweimal auf einen Freitag fällt, ist kein gutes Omen. Eins jedenfalls glauben immer mehr Menschen: So kann es nicht mehr weitergehen.

Aus dem Jahr 2016 für 2017 lernen!

Neben Tausenden Opfern von Terror und Krieg sind auch namhafte Menschen aus dem Leben geschieden, die man im Gegensatz zu den elendig Dahingeschiedenen nicht so schnell vergessen wird: darunter Schauspieler Carlo Pedersoli (Bud Spencer), FDP-Grand-Dame Hildegard Hamm-Brücher, Kubas Übervater Fidel Castro, der weltberühmte russische Clown Oleg Popow, der eigentlich unsterbliche Schauspieler und Jazzer Manfred Krug, die Schauspiel-Größe Götz George, Box-Legende Mohammad Ali, Deutschlands fleißigster Außenminister Hans-Dietrich Genscher, Löwenzahn-Moderator Peter Lustig, der großartige Schriftsteller Umberto Eco („Der Name der Rose“), der viel beachtete Publizist und Moderator Roger Willemsen, Mega-Star David Bowie und Gute-Laune-Schlagerstar Achim Menzel (der mal als Rocker startete in der DDR) und auch George Michael starb vor einigen Tagen überraschend.


Das Jahr 2016 hat einige Menschen aufgeweckt, doch die Mehrheit scheint weiter zu schlafen, obwohl es im Gebälk der globalen Geldmaschine immer heftiger knirscht und der Riss, der inzwischen auch durch die Mitte Europas und Deutschlands geht, nicht mehr zu übersehen ist. Da bekommt der Ausblick auf den bevorstehenden Gang 2017 an die Urne noch eine ganz andere Bedeutung. Am 19. Dezember 2016 hat die Irrsinnstat auf einem Weihnachtsmarkt in Berlin daran erinnert, dass Freiheit und Demokratie nicht am Hindukusch verteidigt werden (müssen), sondern in der Mitte Europas und in Deutschland selbst. Die politische Führung Deutschlands hat den Bezug zur Realität verloren, während von der Political Correctness ausgerechnet die am heftigsten beschimpft und bekämpft werden, die den Finger genau in diese Wunde legen und allen Tagträumern und Wirklichkeitsverweigerern den Spiegel vorhalten. Der prominente Psychoanalytiker Hans Joachim Maaz aus Halle zum Beispiel. Selbst Sahra Wagenknecht, eine Linke par excellence und nebenbei auch aus dem Osten, wird schon als Populistin und Rechte gehandelt. Wenn es so weiter geht mit den Anschuldigungen, Selbstblockaden, Fakes und Aggressionen, nimmt das kein gutes Ende.


Deswegen folgender Vorschlag für 2017: Gang runter schalten, abrüsten, Dialog wieder aufnehmen, gemeinsam nach konstruktiven Lösungen suchen, sich von der dunklen Seite der Macht nicht täuschen und ausspielen lassen, nicht alles glauben und nicht alles vermuten, endlich den Mund auf machen bei echten gesellschaftlichen Defiziten, die wahren Ursachen und ihre Verursacher benennen, den Egoismus überwinden, sich aber auch nicht schamlos ausnutzen lassen.


In dem Sinne: Alles Gute für 2017, vor allem Frieden, Gesundheit und Glück!

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