Ankauf durch den Förderkreis der Stiftung Moritzburg e.V.

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Kunst | Aktuelles

Auf der gestrigen Mitgliederversammlung des Förderkreises der Stiftung Moritzburg e.V. wurde der Ankauf einer Vorstudie zum Porträt der Marie Henneberg von Gustav Klimt, für das Museum beschlossen. Mit dem Ankauf befinden sich nun dauerhaft zwei der Vorstudien im Besitz der Moritzburg.

Ankauf durch den Förderkreis der Stiftung Moritzburg e.V.

Das 1902 vollendete Porträt der Marie Henneberg hat im Oeuvre des Malers einen zentralen Platz, ist eines von nur zwei Gemälden des Künstlers in deutschem Museumsbesitz und nimmt einen herausragenden Platz in der Sammlung der Stiftung Moritzburg ein.

Das umfangreiche zeichnerische Werk Gustav Klimts kann als wichtiger Schlüssel zum Verständnis des Malers gelten. So geht auch seinen Porträts zumeist eine umfangreiche Vorarbeit in Form von Skizzen voraus. Anders allerdings im Fall des Bildnisses der Marie Henneberg. Hier kennt die Forschung nur neun Zeichnungen. Von diesen befanden sich noch zwei in der Familie des Künstlers. Johanna Klimt (1873 -1950), die jüngste Schwester des Malers, hatte eine exzellente Sammlung von Zeichnungen ihres Bruders in ausgewählter Qualität  zusammengetragen. Diese waren bis heute im Besitz ihres Enkels Peter Zimpel verblieben. Dass nach dem Erwerb der ersten Zeichnung im Juli diesen Jahres durch die Moritzburg, nun auch die zweite Zeichnung ihren Platz in der Moritzburg findet, in der das  Gemälde der Marie Henneberg seit Jahrzehnten zu den Besuchermagneten zählt, macht den Ankauf für das Museum - in einem Jahr in dem ganz Europa Klimt feiert - zu einem sehr  besonderen Ereignis.

Die Porträts der Wiener Gesellschaft um 1900 zählen unbestritten zum Bedeutendsten, was Gustav Klimt der Nachwelt hinterlassen hat. Distanziert und verführerisch zugleich begegnen seine Frauengestalten in zeitloser Schönheit dem Betrachter. Gerade das Porträt der Marie Henneberg offenbart überzeugend die Meisterschaft des Malers im differenzierten und äußerst souveränen Umgang mit Pinsel und Farbe. Gustav Klimt steht dabei wie kaum ein anderer Künstler in jener Zeit auf dem Grat zwischen Tradition und Moderne: er setzt  den glanzvollen Höhepunkt der Bildnismalerei des ausgehenden 19. Jahrhunderts, zugleich steht er als Leitfigur der Wiener Sezession für die künstlerische Erneuerung am Beginn der Moderne im 20. Jahrhundert.

Neben dem Beschluss des Ankaufs wurde auch der bisherige Vorstand mit Dr. Angela Dolgner als Vorsitzende, JUDr. Harald Neumeister als Stellv. Vorsitzender, Prof. Dr. Rüdiger Pohl als Schatzmeister, Rüdiger Jeckstiess als Schriftführer und Helmut Stabe für die Öffentlichkeitsarbeit, bestätigt.

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