Zertifikat für Lungenkrebszentrum Dölau

Dieses Element verwendet noch das alte Contao 2 SRC-Format. Haben Sie die Datenbank aktualisiert?

Medizin | Aktuelles
von Tobias Fischer

Am Mittwoch hat das Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau als erstes Lungenkrebszentrum in den neuen Bundesländern das Zertifikat der Deutschen Krebsgesellschaft überreicht bekommen. „Es gibt auch andere Kliniken, die sich Lungenzentrum nennen“, erklärt Dr. Wolfgang Schütte, Ärztlicher Direktor und stellvertretender Zentrumsleiter

Zertifikat für Lungenkrebszentrum Dölau

Am Mittwoch hat das Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau als erstes Lungenkrebszentrum in den neuen Bundesländern das Zertifikat der Deutschen Krebsgesellschaft überreicht bekommen. „Es gibt auch andere Kliniken, die sich Lungenzentrum nennen“, erklärt Dr. Wolfgang Schütte, Ärztlicher Direktor und stellvertretender Zentrumsleiter. „Wir haben uns aber bewusst für die qualitativ hochwertigste Zertifizierung nach den Standards der Deutschen Krebsgesellschaft entschieden.“

Um als zertifiziertes Zentrum nach den strengen Richtlinien der Deutschen Krebsgesellschaft anerkannt zu werden, müssen sowohl das QM-System nach ISO als auch die OnkoZert-Anforderungen für höchste fachliche Qualität erfüllt sein. Eine hochkarätige Expertenkommission hatte die beiden Lungen-Kliniken deshalb im Frühjahr „auf Herz, Nieren und Lunge geprüft“, so Zentrumsleiter Dr. med. Matthias Steinert, der gemeinsam mit der Zentrumskoordinatorin, Oberärztin Dr. med. Sylke Nagel die Urkunde vom Präsidenten der mitteldeutschen Gesellschaft für Pneumologie, Prof. Dr. Hubert Wirtz, entgegennahm.

Das besondere an der Zertifizierung für Patienten ist, die Sicherheit zu haben, dass dieses Zentrum auf dem höchsten Stand der Medizin arbeitet. Im Lungenkrebszentrum Martha-Maria Halle- Dölau haben sich verschiedene medizinische Fachrichtungen zusammengeschlossen, um eine optimale Behandlung dieser Krebsart gewährleisten zu können. In der interdisziplinären Tumorkonferenz beraten Thoraxchirurgen, Pneumologen, Strahlentherapeuten, Nuklearmediziner, Radiologen, Pathologen und Onkologen gemeinsam. Per Videokonferenz sitzen auch externe Partner, beispielsweise der Lungenarzt am Heimatort des Patienten, mit in der Runde. Das spart Zeit, Zeit die lebensrettend sein kann. Außerdem erfolgt eine enge Kooperation mit allen anderen für die Behandlung des Lungenkarzinoms wichtigen Bereichen wie Psychologie, Psychoonkologie, Seelsorge, Sozialdienst, Rehabilitationsmedizin und Selbsthilfegruppen.

Die Krebserkrankung der Lunge ist weltweit die häufigste Krebserkrankung beim Mann und steht an dritter Stelle der Krebsleiden bei der Frau – mit steigender Tendenz. Lungenkrebs wird immer noch meist zufällig durch Routineuntersuchungen entdeckt, da er im Frühstadium keine Schmerzen bereitet. 80 Prozent der Erkrankten sind starke Raucher. Nur jeder zehnte Erkrankte überlebt die folgenden fünf Jahre. Jeder Tag zählt. Den Betroffenen bleibt keine Zeit für eine kräftezehrende Odyssee von einem Spezialisten zum anderen. „Wir können spätestens drei Tage nach der dramatischen Diagnose mit der Behandlung beginnen – das kann lebensrettend sein.“ betont Zentrumsleiter Matthias Steinert, der auch Chefarzt der Klinik für Thoraxchirurgie am Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau ist.

Beitrag Teilen

Zurück