Urstromtaler - Sachsen-Anhalt bekommt Regionalwährung

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von Tobias Fischer

Sachsen-Anhalt bekommt im Oktober eine neue Regionalwährung. Der "Urstromtaler" solle die regionalen Wirtschaftskreisläufe stärken, sagte Mitinitiator Frank Jansky aus Güsen am Mittwoch, dem 22. September 2004. Das Tauschmittel werde nur in Sachsen-Anhalt umlaufen. Zu erhalten sei es zum Beispiel in den Büros des Bundes für Umwelt und Naturschutz ("Bund") im Land.

Urstromtaler - Sachsen-Anhalt bekommt Regionalwährung

Das Geld sei keine Nebenwährung, sondern solle den Euro ergänzen, sagte Jansky. Die Währung werde 1:1 zum Euro getauscht und sei als Schein für einen, zwei, drei, zehn, 20 und 30 Urstromtaler erhältlich. Für 100 Euro gebe es als Bonus 110 Urstromtaler. Neben dem Umtausch werde die Währung auch bei der Bezahlung von Leistungen für andere ausgegeben. Ein größeres Angebot an Produkten aus der Region werde entstehen, sagte Jansky. Es seien kürzere Transportwege für die Waren nötig. Die bestehenden Arbeitplätze würden gesichert. Sondervergütungen, wie zum Beispiel Weihnachtsgeld, die in Euro nicht mehr gezahlt würden, könnten in Urstromtalern ausgegeben werden. Die Unternehmen hätten den Vorteil, dass Kunden und Kaufkraft in der Region gehalten würden. Bisher hätten sich 15 Unternehmen zur Teilnahme gemeldet. Die neue Währung wird am 3. Oktober in Hohenseeden während des Tages der Regionen vorgestellt. Es gibt bereits vergleichbare Regionalwährungen mit dem "Chiemgauer" in Bayern, dem "KannWas" in Schleswig-Holstein und dem "Roland" in Bremen. Im September geht in der Bundeshauptstadt der "Berliner" an den Start.

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