Umsatzrückgänge in Sachsen-Anhalts Unternehmen

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Wirtschaft | Aktuelles
von Tobias Fischer

Die Umsätze der in Sachsen-Anhalt tätigen Unternehmen sanken innerhalb eines Jahres infolge der Wirtschaftskrise so stark wie nie zuvor. Im Jahr 2009 erwirtschafteten sie zusammen 56,2 Milliarden Euro aus Lieferungen und Leistungen, das waren 5,9 Milliarden Euro weniger als 2008, und entspricht in etwa dem Umsatzniveau von 2007. Der relative Rückgang zum Vorjahr lag bei 9,6 Prozent und war annähernd so stark wie im Bundesdurchschnitt

Umsatzrückgänge in Sachsen-Anhalts Unternehmen

Die Umsätze der in Sachsen-Anhalt tätigen Unternehmen sanken innerhalb eines Jahres infolge der Wirtschaftskrise so stark wie nie zuvor. Im Jahr 2009 erwirtschafteten sie zusammen 56,2 Milliarden Euro aus Lieferungen und Leistungen, das waren 5,9 Milliarden Euro weniger als 2008, und entspricht in etwa dem Umsatzniveau von 2007. Der relative Rückgang zum Vorjahr lag bei 9,6 Prozent und war annähernd so stark wie im Bundesdurchschnitt. Wie das Statistische Landesamt in Halle (Saale) mitteilte, wurden nach der aktuellsten Umsatzsteuerstatistik für 66.702 steuerpflichtige Unternehmen sog. Umsatzsteuer-Voranmeldungen (Basis Jahresumsätze von mehr als 17.500 Euro) erfasst.

Beinahe zwei Drittel des gesamten Rückganges zum Vorjahr entfiel auf die Unternehmen mit jährlichen Umsätzen von 100 Millionen Euro. Diese Gruppe von 46 Unternehmen erwirtschaftete fast 28 Prozent aller Umsätze im Land (2008 = 54 Unternehmen; 31 Prozent Anteil) und nahm den stärksten Einfluss auf die Gesamtentwicklung. In den Größenklassen bis unter fünf Millionen Euro war die Umsatzentwicklung hingegen mit Rückgängen zwischen einem und drei Prozent relativ ausgeglichen.

Von den gemeldeten Umsätzen aus Lieferungen und Leistungen waren im Jahr 2009 insgesamt 6,8 Milliarden Euro steuerfrei. Darunter entfielen 4,8 Milliarden Euro auf die steuerfreien Lieferungen und Leistungen mit Vorsteuerabzug, dem steuerlichen Synonym für die Exportaktivitäten. Verglichen mit 2008 nahm das Ausfuhrvolumen, das zu rund 90 Prozent im Verarbeitenden Gewerbe erwirtschaftet wird, um mehr als ein Drittel ab. Der Anteil an den gesamten Lieferungen und Leistungen sank um 3,5 Prozentpunkte auf 8,6 Prozent.

Stärkster Wirtschaftsbereich mit 38 Prozent Anteil war das Verarbeitende Gewerbe. Ein Drittel der Lieferungen und Leistungen wurde darunter allein aus der Herstellung chemischer Erzeugnisse erbracht. Mit gut einem Fünftel aller Umsätze im Land folgte der Handel als zweitstärkster Wirtschaftsbereich.

An dem insgesamt gegenüber 2008 deutlichen Umsatzrückgang im Land haben die Regionen unterschiedlichen Anteil. Einzig die Landeshauptstadt Magdeburg konnte das Vorjahresniveau halten und leicht überbieten. Die Unternehmen der Landkreise Mansfeld-Südharz und Anhalt-Bitterfeld verbuchten mit 16,7 Prozent bzw. 14,4 Prozent die stärksten relativen Einbußen. Die im Saalekreis angesiedelten Unternehmen erwirtschafteten 1,4 Milliarden Euro = 12,8 Prozent weniger als 2008 blieben aber mit einem Anteil von 17 Prozent weiter die absolut umsatzstärkste Region im Land. Ein Grund für diese Entwicklung ist im unterschiedlichen regionalen Branchenmix zu sehen. So hat Halle (Saale) den landesweit niedrigsten Anteil beim verarbeitenden Gewerbe.

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