Steigende Arbeitslosenzahlen in Halle

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Arbeitsmarkt | Aktuelles
von Tobias Fischer

In Halle (Saale) waren Mitte März 16. 101 Menschen arbeitslos (Februar: 15. 952) gemeldet

Steigende Arbeitslosenzahlen in Halle

In Halle (Saale) waren Mitte März 16.101 Menschen arbeitslos (Februar: 15.952) gemeldet. 12.566 (Februar 12.368) Hallenser hatten seit über einem Jahr keine Arbeit. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften in der Saalestadt liegt bei knapp über 20.000, 37.000 Menschen leben in diesen Gemeinschaften. Landesweit waren 184.800 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Damit stagnierte der Bestand an arbeitslosen Menschen im Vergleich zum Februar und war um 9.200 Personen geringer als vor Jahresfrist. Einen Gleichstand der Arbeitslosigkeit in Februar und März gab es bis lang nicht. Einen Anstieg der Arbeitslosigkeit von Februar zu März gab es bisher nur 1991.

Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, betrug 14,8% (Vormonat 14,8%; Vorjahr 15,3%). Die geringste Arbeitslosenquote verzeichnete der Landkreis Börde mit 10,6%, gefolgt von Jerichower Land mit 13,4%. Die höchsten Quoten verzeichneten Mansfeld-Südharz mit 19,1% und Stendal mit 18,1%, wobei diese beiden Landkreise zu jenen fünf gehören, deren Arbeitslosenquote zum Vormonat reduziert werden konnte.

Die Anzeigen über saisonbedingte Kurzarbeit haben sich vom Januar zum Februar erwartungsgemäß vermindert. Die Anzeigen über Kurzarbeit aus wirtschaftlichen Gründen sind dagegen weiter angestiegen. Nach wie vor besteht großer Beratungsbedarf zu Beschäftigung sichernder Kurzarbeit und den Möglichkeiten, diese Arbeitsausfallzeiten für berufliche Qualifizierung der Mitarbeiter zu nutzen.

Im Februar sind bei den Agenturen für Arbeit in Sachsen-Anhalt Anzeigen für 13.200 Kurzarbeiter eingegangen (gg. Vormonat: +6.400; gg. Vorjahr: +12.100), der größte Teil davon (12.500; gg. Vormonat: +8.000; gg. Vorjahr: +12.200) aus konjunkturellen Gründen, vor allem aus Unternehmen des Maschinenbaus, Metallbaus, der chemischen Industrie, der Glas- und Kerami-kerzeugung, dem Kraftwagenteilebau, dem Transportwesen sowie der Gummi- und Kunststoffindustrie. Der andere Teil der Anzeigen (700; gg. Vormonat: -1.600; gg. Vorjahr: -100) betraf den saisonal geprägten Arbeitsausfall im Baugewerbe sowie im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau.

Im März meldeten sich 36.400 Sachsen-Anhalter bei den Agenturen für Arbeit oder bei den Arbeitsgemeinschaften erstmals oder erneut arbeitslos, weniger als die Hälfte davon (17.000 Personen) kamen aus Erwerbstätigkeit.
Im gleichen Monat beendeten 35.900 Frauen und Männer die Arbeitslosigkeit, mehr als ein Drittel davon (13.700 Personen) nahmen eine Erwerbstätigkeit auf.

Private und öffentliche Arbeitgeber meldeten im März 8.900 freie Stellen (gg. Vormonat: +700; gg. Vorjahr: -1.200). Knapp die Hälfte davon (4.200 Stellen; gg. Vormonat: +500; gg. Vorjahr: +100) waren am ersten Arbeitsmarkt angesiedelt. Hier wurde die Mehrzahl der Stellen aus den Bereichen Wirtschaftliche Dienstleistungen (1.100), Gesundheits- und Sozialwesen (500), Groß- und Einzelhandel (400), Baugewerbe (400), Verarbeitendes Gewerbe (300), Land- und Forstwirtschaft (300) sowie Gastgewerbe (300) gemeldet.

Im März ist die Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung von 13.000 (SGB II: 6.800; SGB III: 6.200) vormals arbeitslosen Menschen gefördert worden (gg. Vorjahr: +17,6%; SGB II: +17,2%; SGB III: +18,1%).


Mit der Förderung der beruflichen Qualifizierung entsprechend dem individuellen Bildungsbedarf arbeitsuchender Menschen reagieren die Agenturen für Arbeit und die SGB II-Träger auf den sich auch weiterhin abzeichnenden Fachkräftebedarf der Wirtschaft. Im März wurden 12.900 (SGB II: 7.300; SGB III: 5.600) Personen (gg. Vorjahr: +26,0%; SGB II: +20,5%; SGB III: +22,9%) durch Bildungsgutscheine oder in Trainingsmaßnahmen gefördert.

In Beschäftigung schaffenden Maßnahmen waren im März 21.300 Menschen (gg. Vorjahr: +2,2%) tätig, darunter die Mehrzahl in gemeinnützigen Arbeitsgelegenheiten (15.200 Personen, gg. Vorjahr: -7,0%). Diese Zusatzjobs, für deren Förderung die Träger des SGB II zuständig sind, bieten langzeitarbeitslosen Menschen zumindest befristete Beschäftigungschancen.

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