Rannische Straße im neuen Glanz

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Baugeschehen | Aktuelles
von Tobias Fischer

Trist und grau präsentierte sich noch vor einigen Jahren die Rannische Straße. Doch seit dem hat sich viel getan. Zahlreiche Häuser wurden saniert

Rannische Straße im neuen Glanz

Trist und grau präsentierte sich noch vor einigen Jahren die Rannische Straße. Doch seit dem hat sich viel getan. Zahlreiche Häuser wurden saniert. Seit gut anderthalb Jahren sind die Bauarbeiter auch in der Rannischen Straße 3 bis 5 sowie dem Areal neben dem einstigen Bücherhaus zu Gange. Zwei Jahrhunderte alte Häuser werden aufwändig saniert, auch mehrere Neubauten entstehen.

Haus Nummer 3, einst Gashof und Herberge, erhält sein historisches Sandsteinportal wieder zurück. Das war im Zuge von Sanierungsarbeiten in den 80ern für die DDR-Bauleute nicht so wichtig und wurde mit dem Presslufthammer abgebrochen. Denkmalschützer konnten die Einzelteile retten und einlagern, so dass nach der Sanierung ein neuer Blickfang entstehen. Überhaupt soll das Haus wieder mehr an seine Geschichte erinnern, soll im Erscheinungsbild wieder barocker werden. Dazu soll auch das neue Dach beitragen. Integriert ins Haus ist auch ein Wohnturm, aus dem 12 Jahrhundert soll er stammen.

In den Baulücke, in denen die für die Fundamente Baugruben ausgehoben wurden, fanden sich für die Archäologen einige Schmeckerchen. Immerhin entstand die Siedlung hier entlang damaliger Fernhandelswege schon vor 1000 Jahren. Keramikscherben aus dem 15. bis 18. Jahrhundert waren ebenso unter den Funden wie Münzen, Flaschen, Kerzenhalter Öllampen und Tabakpfeifen. Auch auf ein Braunkohleflöz und drei Brunnen entdeckten die Gräber. Das war vor einem Jahr. Seit dem wurden die Neubauten hochgezogen. Und noch in diesem Jahr können die ersten Wohnungen bezogen werden. Treppen sind eingebaut, vor wenigen Tagen wurden die Fenster im Straßenzug 3 bis 5 eingelassen. Die Autos verschwinden indes unter der Erde, in einer Tiefgarage unter dem Neubaukomplex am Bücherhaus.

Und auch auf der gegenüberliegenden Straßenseite tut sich etwas. Hier ist der hallesche Haushalten-Verein eingezogen und bietet Platz für Künstler. Das Dach wurde abgedichtet, auch Innen haben sich die neuen “Bewohner” schon gerichtet und des Abends hört man gelegentlich schon Musiker proben. Doch weiterhin unklar ist, wann das Haus komplett saniert wird. Damit die Fassade etwas freundlicher aussieht, haben die Vereinsleute aber immerhin die Außenhaut mit einem Wasserstrahl abgespritzt.

[map=Rannische Straße 3]

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