Offener Brief des nt an die Oberbürgermeisterin

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von Tobias Matussek

Die Mitglieder des Freundeskreises des neuen theaters waren beunruhigt durch die auch in den Medien geführte Diskussion um die Nachfolge von Peter Sodann. Die Art und Weise der Ausschreibung für den Intendantenposten des neuen theaters durch die Stadt war der Anlaß für einen offenen Brief an die Oberbürgermeisterin und die Damen und Herren Stadträte.

Offener Brief des nt an die Oberbürgermeisterin

nachfolgend der Wortlaut des "Offenen Briefes": - Offener Brief - Sehr geehrte Frau Häußler, sehr geehrte Damen und Herren Stadträte, irritiert und beunruhigt durch diverse Pressemeldungen und Medienberichte aus jüngster Zeit wenden wir uns an Sie als Oberbürgermeisterin unserer Stadt. Die Attraktivität der Stadt Halle und ihr überregionaler Bekanntheitsgrad sind nicht zuletzt einem beispielhaften Kulturleben zu verdanken, welches u.a. maßgeblich mitgeprägt wird durch die im vergangenen Jahr fertiggestellte Kulturinsel, deren Kern das „neue theater“ bildet. Nach mehr als 20 Jahren Bauzeit ist aus einem verfallenen Haus eine Kulturstätte entstanden, die weit und breit ihresgleichen sucht. Diese Stätte wäre undenkbar ohne das unermüdliche Engagement eines Mannes, der von Anbeginn jederzeit als Intendant und „Bauherr“ mit all seinen Kräften zum Gelingen dieses Kultur-Projektes beigetragen hat. Wir halten es durchaus für gerechtfertigt, die Kulturinsel in der heutigen Gestalt als das Lebenswerk von Herrn Peter Sodann zu betrachten. Um so befremdlicher erschien uns die Tatsache, daß die Ausschreibung der Stelle des Intendanten des „nt“ seitens der Stadtverwaltung Herrn Sodann schnöde mitgeteilt wurde, ohne daß er in Bezug auf Inhalt der Ausschreibung und Formulierung der Anforderungskriterien der ausgelobten Stelle in irgendeiner Weise zu Rate gezogen worden war. Dies zeugt unseres Erachtens von einer kaum zu überbietenden Ignoranz einer jahrzehntelangen aufopferungsvollen Arbeit zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt sowie ihrer Gäste. Wir halten es deshalb für geboten, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrte Damen und Herren Stadträte, darauf zu insistieren, daß bei zukünftigen Entscheidungen, die Kulturinsel betreffend - seien sie personeller oder sonstwelcher Art –, Meinung und Ansicht des Nestors der Kulturinsel (ohne den es diese „Insel“ nicht gäbe!) in gebührender Weise berücksichtigt werden. In der Zuversicht, daß Sie unser Anliegen wohlwollend zur Kenntnis nehmen, verbleiben wir mit freundlichen Grüßen Der Vorstand und die Mitglieder des Freundeskreises des „neuen theaters“ (Quelle: neues theater)

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