Neue Landesinitiative will Elektromobilität vorantreiben

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Wirtschaft | Aktuelles
von Tobias Fischer

Die Verkaufszahlen von Elektroautos sind ernüchternd. Der Durchbruch blieb bisher aus. In Sachsen-Anhalt will eine Initiative das ändern. Das Wissen von Tüftlern, Politikern und Branchenvertretern soll gebündelt werden - mit Millioneninvestitionen.

Neue Landesinitiative will Elektromobilität vorantreiben

(dpa) Umweltfreundliche Elektro-Flitzer sind gut, auf den Straßen sieht man sie aber kaum: Sachsen-Anhalt will Elektroautos mit Hilfe einer neuen Landesinitiative aus ihrem Schattendasein befreien. Unter dem Namen «Elektromobilität und Leichtbau» wollen Forscher, Politiker und Unternehmer Fahrzeuge mit Elektroantrieb attraktiver machen. Ministerpräsident Reiner Haseloff und Wissenschafts- und Wirtschaftsministerin Birgitta Wolff (beide CDU) starteten das Vorhaben am Mittwoch in Magdeburg. Auf der Fünf-Jahres-Agenda stehen Investitionen mit einem Gesamtvolumen von 200 Millionen Euro. Alle Ressourcen sollen gebündelt werden.

Themenfelder wie Energiespeicher, Stromversorgung, Leichtbau und Kommunikation wollen die Initiativpartner fit für die Zukunft machen. Nur so könnten die Fahrzeuge langfristig leichter, leistungsstärker und preiswerter gemacht werden. «Ich will es an einem einfachen Beispiel erklären», sagte Haseloff. «Wenn ich mein heutiges Tagespensum mit einem Elektroauto bewerkstelligen müsste, müsste ich zehnmal das Fahrzeug wechseln.» Das könne nicht die Elektromobilität der Zukunft sein. Vielmehr gehe es darum, das Auto ein Stück weit neu zu erfinden. Und Haseloff hat eine Vision: «Sachsen-Anhalt wird in der Zukunft in allen Elektroautos mitfahren.» Noch sei das Land kein Trendsetter, aber die Entwicklung habe sich in Gang gesetzt.

Die Voraussetzungen dafür seien vorhanden. «Sachsen-Anhalt blickt auf starke Ingenieursfakultäten, Forschungseinrichtungen und Produktionsstandorte für die Automobil-Zulieferindustrie», sagte Wolff. Es gehe nicht darum, das Auto zu liften und einen Elektromotor einzubauen. «Es müssen alle Potenziale jedes einzelnen ausgeschöpft werden.» Und das gehe am besten innerhalb einer Landesinitiative.

Finanziert werden soll das Projekt den Angaben zufolge aus den Kassen von Wirtschaft und Wissenschaft und öffentlichen Fördertöpfen. Von den 200 Millionen Euro an Gesamtinvestitionen sollen 144 Millionen Euro für Investitionen und eine praxisorientierte Forschung in der Wirtschaft ausgegeben werden. Die Koordination der Initiative übernehme Mahreg-Automotive, eine Vereinigung von Zulieferern und Forschern für die Automobilindustrie.

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