MLU: Immer mehr Studienanfänger aus Westdeutschland

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Der Anteil der Studierenden aus den westlichen Bundesländern und Berlin ist im Wintersemester 2011/2012 an der Martin-Luther-Universität deutlich gestiegen. Das gab MLU-Rektor Udo Sträter am Freitag bekannt. 21,7 Prozent kommen mittlerweile zum Studieren nach Halle, ein deutliches Plus zu den 16,5 Prozent aus dem Vorjahr

MLU: Immer mehr Studienanfänger aus Westdeutschland

Der Anteil der Studierenden aus den westlichen Bundesländern und Berlin ist im Wintersemester 2011/2012 an der Martin-Luther-Universität deutlich gestiegen. Das gab MLU-Rektor Udo Sträter am Freitag bekannt. 21,7 Prozent kommen mittlerweile zum Studieren nach Halle, ein deutliches Plus zu den 16,5 Prozent aus dem Vorjahr. Spitzenreiter ist dabei Niedersachsen. Waren es im vergangenen Jahr noch 748 Niedersachsen, sind mittlerweile 1.095 junge Menschen an der MLU eingeschrieben. Auch bei den Erstsemestern hat sich der Anteil westdeutscher Studierenden erhöht: 147 kommen dieses Jahr aus Bayern, im letzten Jahr lag die Zahl noch bei 60. Zurückzuführen sei dies unter anderem auf den doppelten Abiturjahrgang in beiden Bundesländern, so Sträter.

Hingegen ist die Anzahl der Studierenden aus Sachsen-Anhalt deutlich zurückgegangen: 8.085 Studierende sind es aktuell, im Vorjahr waren es jedoch noch 8.759. Auch die Zahl der Erstsemester hat deutliche Rückgänge zu verbuchen: Haben im Vorjahr noch 973 Sachsen-Anhaltiner ihr Studium in Halle aufgenommen, sind es aktuell nur noch 792.

Die Zahl der ausländischen Studenten ist zudem leicht rückläufig. Während der Anteil im Vorjahr bei 8,3 Prozent lag, sind aktuell acht Prozent zu verzeichnen. Dem entgegenzuwirken, will die Universität mehr englischsprachige Studienfächer auflegen, so Sträter.

Im Wintersemester 2011/12 werden nun rund 19.800 junge Menschen studieren, mehr als 4.000 neue Studierende sind hinzugekommen, darunter auch rund 3.100 Erstsemester. Damit sei auch ein Beitrag zur Erfüllung des Hochschulpakts geleistet worden, freute sich Sträter. Besonders hervorzuheben sei der hohe Zuspruch am Studium der Rechtswissenschaften, welches keine Zulassungsbeschränkung aufweist. 445 junge Menschen fangen zum Wintersemester 2011/12 ihr Jura-Studium an. "Hier macht sich das Abschneiden im CHE-Ranking bemerkbar, in dem unsere Juristen ihre Fachkollegen aus allen anderen staatlichen Hochschulen hinter sich gelassen haben", so Sträter. Bei den zulassungsbeschränkten Studiengängen waren Psychologie und das Lehramt an Grundschulen wieder am stärksten nachgefragt, bei den zulassungsfreien Studiengängen dominierten Politikwissenschaft, Betriebswirtschaftslehre und Jura, die aufgrund der hohen Zahl von Einschreibungen, über die berechnete Kapazität hinausreichen. Um Überlastungen abzufangen, stünden den entsprechenden Fachbereichen nun mehr als 500.000 Euro für zusätzliche Lehrkräfte zur Verfügung. Auch die Kapazität der Hörsäle wurde bedacht: So haben MLU ihren Mietvertrag mit dem Steintor-Varieté verlängert, in dem ab 12. Oktober wieder wirtschaftswissenschaftliche Grundlagenvorlesungen stattfinden werden, so Sträter. Denn der größte Hörsaal der Universität im Audimax würde hierfür nicht ausreichen.

Auch der Bau des neuen Geistes- und Sozialwissenschaftliche Zentrums (GSZ) schreitet voran. "Wir gehen davon aus, dass es auch zügig realisiert werden kann." Das GSZ wird bis 2013 an der Emil-Abderhalden-Straße errichtet. Rund 3.000 Studierende sollen den neuen Campus nutzen, 56 Professuren sowie bis zu 300 wissenschaftliche Mitarbeiter der Philosophischen Fakultäten I und II werden dort angesiedelt sein.

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