Keindorf fordert Lehrpläne statt Leerpläne

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Politik | Aktuelles
von Tobias Fischer

Seit Mittwoch läuft die Diskussion um eine Werbekampagne von Baden-Württemberg. Das Land nimmt die Frühaufsteher-Kampagne Sachsen-Anhalts aufs Korn. „Offenbar ist es der Stuttgarter Landesregierung gelungen, ihre eigenen Sitzblockaden am Bahnhof aufzulösen

Keindorf fordert Lehrpläne statt Leerpläne

Seit Mittwoch läuft die Diskussion um eine Werbekampagne von Baden-Württemberg. Das Land nimmt die Frühaufsteher-Kampagne Sachsen-Anhalts aufs Korn.

„Offenbar ist es der Stuttgarter Landesregierung gelungen, ihre eigenen Sitzblockaden am Bahnhof aufzulösen. Der offenkundige Versuch, Schwaben und Badener durch einen Blick nach Sachsen-Anhalt in Herzlichkeit zu vereinen, wird nicht gelingen“, so der CDU-Landtagsabgeordnete Thomas Keindorf aus Halle.

Allerdings verstehe er auch die Hinweise auf die hohe Schulabbrecherquote in Sachsen-Anhalt als Signal an die Landesregierung in Magdeburg, die Ärmel hochzukrempeln und die seit langem bekannten Probleme anzupacken. „Die Sekundarschulen müssen gestärkt werden“, so Keindorf. Zudem müssten Programme zur Berufsorientierung an Schulen aufeinander abgestimmt werden. „Die Schüler brauchen mehr Lehr- statt Leerpläne im Unterricht. Durch Projektarbeit der Marke „Kartoffeldruck und Apfelringe“ kann das Leistungsniveau der Schüler nicht gesteigert werden“, machte Keindorf deutlich.

Es fehle an Kontinuität bei den Stundenplänen. Ein ständiger Wechsel der Lehrkräfte erschwere die Bildung von Vertrauen zwischen Lehrern und Schülern. „Helle und moderne Unterrichtsräume können die „Lust aufs Lernen“ bei den Jugendlichen wecken, ebenso Erfolgserlebnisse und strukturierte Unterrichtsabläufe“, meinte der Politiker. In der Praxis anwendbares Wissen müsse das Ziel der schulischen Ausbildung sein. „Unterrichtsausfälle an Grundschulen von über einem halben Jahr im Fach Mathematik sind abzustellen.“

Doch auch der ständige Wechsel des Schulsystems sei Gift für die Qualität der Ausbildung. Den Eltern dürfe nicht das Gefühl vermittelt werden, die Sekundarschule bedeute den sozialen Abstieg für ihr Kind. „Das Gegenteil ist der Fall, in der Sekundarschule lernen die Fachkräfte von morgen“, so Keindorf. Das Bildungssystem sei nach oben durchlässig. Wer einen Beruf erlerne und seinen Meister mache, könne hinterher studieren. „Unser Land braucht keinen Aufschrei um den Wettbewerb von Imagekampagnen. Unser Land braucht ein tragfähiges Konzept bei der schulischen Ausbildung, das Schüler und Lehrer motiviert.“

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