Historische Peißnitzbrücke wird erneuert

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von Tobias Fischer

Bis zum diesjährigen Laternenfest, das vom 29. bis 31. August in Halle (Saale) stattfindet, soll im ersten Bauabschnitt der südliche Fußweg der Peißnitzbrücke fertig gestellt sein. Der Bauablauf sieht vor, dass danach mit der Erneuerung des Belages auf der nördlichen Gehbahn begonnen wird. Damit sollen an diesem stark frequentierten Übergang Behinderungen vermieden werden, welche die Verkehrsraumeinschränkungen zur Zeit für Fußgänger und Radfahrer mit sich bringen.

Historische Peißnitzbrücke wird erneuert

Die Peißnitzbrücke wurde in den Jahren 1898 und 1899 als genietete Fachwerkkonstruktion von einer Firma aus Lauchhammer errichtet. Sie gehört zu den denkmalgeschützten Bauwerken im Stadtgebiet. Die Brücke führt über die Saale und verbindet das Gelände der Ziegelwiese mit der Peißnitzinsel. Sie hat eine Gesamtlänge von 103,30 Metern. Die Länge der Stromöffnung - von einem Ufer der Saale zum anderen - beträgt 70 Meter. Zuletzt wurden die Fachwerkstäbe und Knotenpunkte des Überbaus im Jahre 1999 als Nietkonstruktion verstärkt und konserviert. Von Juli bis Oktober ist geplant, den vorhandenen Bohlenbelag beider Gehbahnen als ersten Bauabschnitt abzubrechen und durch neuen Holzbohlenbelag zu ersetzen. Brückenbeläge sind für die Verkehrssicherheit von Geh- und Fahrwegen bedeutsam. Sie haben als Bestandteil des Brückenbauwerkes außerdem tragende und schützende Funktion. Der jetzige, etwa 25 Jahre alte Belag der Gehbahnen und der Fahrbahn besteht ebenfalls aus Holz. Er ist altersbedingt verschlissen. Als Neumaterial wird konserviertes Holz aus Douglasie mit einer Stärke von 60 mm eingebaut. Zur Erhöhung der Rutschsicherheit wird die Oberfläche geriffelt ausgeführt. Die Stahlkonstruktion erhält bei der Instandsetzung einen Korrosionsschutz. Für die Korrosionsschutzarbeiten ist eine Hängerüstung im Bereich der Stromöffnung erforderlich. Die Rüstung wird so dicht ausgebildet, dass Farbreste und Rostpartikel nicht in die Saale gelangen können oder den Schiffsverkehr gefährden. Mit der Durchführung der Baumaßnahme ist die Firma MAN Takraf aus Lauchhammer beauftragt worden. Das Unternehmen hatte dieses Bauwerk auch vor über 100 Jahren errichtet. Die Baukosten belaufen sich auf insgesamt etwa 150.000 Euro.

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