Halle erzielt Achtungserfolg beim Wettbewerb Stadt der Wissenschaft

Dieses Element verwendet noch das alte Contao 2 SRC-Format. Haben Sie die Datenbank aktualisiert?

von Tobias Fischer

Halle hat bei der Auswahl der «Stadt der Wissenschaft 2005» einen Achtungserfolg erreicht. Die Jury des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft wählte Bremen, Dresden, Göttingen und Tübingen aus dem Kreis der 37 Bewerber für die Endauswahl aus, wie der Stifterverband am Mittwoch in Essen mitteilte. Halle bekam allerdings neben Braunschweig, Dortmund und Münster ein ausdrückliches Lob von der Jury ausgesprochen. Die endgültige Entscheidung über die «Stadt der Wissenschaft 2005» fällt am 12. März. Bei dem erstmals ausgeschriebenen Wettbewerb sollen sich die Bewerberstädte den Angaben zufolge ihres Potenzials in Wissenschaft, Wirtschaft und Kunst bewusst werden, Synergien fördern und diese Bereiche einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. Die Auszeichnung ist mit 125 000 Euro verbunden.

Halle erzielt Achtungserfolg beim Wettbewerb Stadt der Wissenschaft

Halle sehe in der Fokussierung auf Wissenschaft und Forschung einen Weg, den Strukturwandel voranzutreiben, lobte die Jury. Sie hob insbesondere ein hohes Engagement aller Akteure aus Stadt, Wissenschaft und Wirtschaft hervor. Die Stadt hatte sich mit dem Konzept "Expedition Wissen" am Wettbewerb beteiligt. Das Konzept kann für weitere Marketingaktivitäten der Stadt oder für eine neue Bewerbung genutzt werden. Pressemitteilung des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft 11.02.2004 Nominiert für „Stadt der Wissenschaft“: Bremen, Dresden, Göttingen, Tübingen Lob für Braunschweig, Dortmund, Halle, Münster +++ Endauswahl am 12. März 2004 im Wissenschaftszentrum des Stifterverbandes in Bonn Im Wettbewerb „Stadt der Wissenschaft 2005“ wurden gestern die Städte Bremen, Dresden, Göttingen und Tübingen nominiert. Der Sieger wird am 12. März nach einer detaillierten Befragung der vier Nominierten von der Jury ausgewählt. „Unter diesen vieren gibt es keinen Favoriten, denn alle Nominierten haben die Auswahlkriterien in vorbildlicher Weise erfüllt und stehen nun in ernsthafter Konkurrenz“, sagte Prof. Joachim Treusch, Vorsitzender der Wettbewerbs-Jury. Unter der Vielzahl hervorragender Bewerbungen überzeugten darüber hinaus die Städte Braunschweig, Dortmund, Halle und Münster mit gut durchdachten Gesamtkonzepten, so dass die Jury ihnen ein ausdrückliches Lob aussprach. „Allen 37 Bewerbern ist zu ihrem großartigen Engagement und ihren vielen, teilweise sehr originellen Ideen zu gratulieren“, sagte der Generalsekretär des Stifterverbandes, Prof. Manfred Erhardt, der auch an der Jurysitzung teilgenommen hatte. Dieses Engagement betraf nicht nur den hohen Aufwand für eine Bewerbung. Fast alle Bewerberstädte haben auch den Mut gehabt, ihre Bewerbung offensiv vorab öffentlich bekannt zu geben. „Sie haben damit unsere Wettbewerbs-Idee auch ideell aktiv unterstützt, nämlich dass Wissenschaft zum Standortvorteil wird, wenn man die Kapazitäten gemeinsam mit regionaler Wirtschaft und Kultur gezielt verknüpft und weiterentwickelt,“ sagte Erhardt. Dieses Engagement zeige, dass es genügend innovative und tatkräftige Köpfe in Deutschland gebe – wenn man sie ermutigt und wenn man sie nur lässt. Die Begründung der Jury vom 10. Februar 2004: DIE NOMINIERTEN Bremen / Bremerhaven Bremen und Bremerhaven haben sich bereits vor einiger Zeit unter der Marke „city-of-science“ zu einem gemeinsamen Wissenschaftsmarketing entschlossen. Die Jury sah in der Bewerbung ein stimmiges und anspruchsvolles Konzept, das von der Freien Hansestadt, den Wissenschaftseinrichtungen und der Wirtschaft gleichermaßen getragen wird. Auch die Verbindung mit Kunst und Kultur wurde gelobt. Besonders beeindruckt war die Jury von der Vielfalt der Projekte und der guten Zielgruppenorientierung. Dresden Dresden hat in seinem Wettbewerbsbeitrag ein Fünf-Säulen-Konzept vorgestellt, das Dresdner Tradition mit Zukunftsorientierung und Strukturwandel gekonnt verbindet. Sowohl die professionelle Vorbereitung zur Organisation der Aktivitäten in 2005 als auch das Marketingkonzept betrachtet die Jury als vorbildlich. Die Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie eine Vielzahl von Unternehmen kooperieren in Netzwerken und verfolgen gemeinsame Ziele. Die geplanten Veranstaltungen richten sich an klar definierte Alters- und Zielgruppen. Göttingen „Göttingen3 wissen – wagen – wirken“ – mit diesem Slogan und einem eigens entwickelten Logo tritt Göttingen an. Mitten im Leben, in einem Ladenlokal in der Stadtmitte, soll das Projektbüro Ansprechpartner für Bürger und Gäste sein. Die Stadt Göttingen, Wissenschaftseinrichtungen und rund hundert weitere Akteure haben ein komplett durchkomponiertes Programm in neun Themenfeldern erarbeitet. Alle geplanten Veranstaltungen finden erstmalig statt. Die Jury fand besonderen Gefallen an „Art meets Science“, wo neueste Forschungsthemen mit Kunst und Kultur verbunden werden. Tübingen „Tübingen sucht“ heißt der Titel eines pfiffigen Konzeptes, das die Jury sehr angesprochen hat. Tübingen setzt ganz stark auf neue Ideen und Initiativen, in denen alle Fachbereiche und Gebiete verbunden werden. Das „Haus des Wissens“, in dem der „Stadtdenker“ sein Domizil finden wird, soll darüber hinaus Dreh- und Angelpunkt der Koordination werden. In der Zusammenarbeit mit der Wirtschaft überzeugten vor allem die Kooperationen mit kleinen und mittleren Unternehmen. DIE GELOBTEN Braunschweig „Go – Braunschweig – Go“: sportlich und mit besonderem Teamgeist ist Braunschweig angetreten. Die originelle Bewerbung und das harmonische Miteinander der Akteure hat die Jury beeindruckt. Dortmund Als Modellstadt für den Strukturwandel durch Wissenschaft – unter diesem Stichwort hat sich Dortmund in den Augen der Jury mit einem überzeugenden Wettbewerbsbeitrag ausgezeichnet. Halle Auch Halle sieht in der Fokussierung auf Wissenschaft und Forschung einen Weg, den Strukturwandel voranzutreiben. Die Jury hob insbesondere das hohe Engagement aller Akteure aus Stadt, Wissenschaft und Wirtschaft hervor. Münster „Auf fünf Wegen in die Wissenschaft“ führt der Wettbewerbsbeitrag der Stadt Münster. Neben der guten Vernetzung der Akteure fiel der Jury vor allem die intensive Auseinandersetzung mit der Zeitgeschichte in Auge. MITGLIEDER DER JURY Treusch, Professor Joachim , Vorstandsvorsitzender Forschungszentrum Jülich GmbH , Jülich Vorsitzender des Lenkungsausschusses „Wissenschaft im Dialog“ Böhme, Rolf, Oberbürgermeister a.D. Freiburg Erhardt, Professor Dr. Manfred, Generalsekretär Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, Essen Frieß, Dr. Peter , Generalsekretär Parmenides Foundation, München Gaehtgens, Professor Dr. Peter, Präsident Hochschulrektorenkonferenz, Bonn Holst, Dr.-Ing. Klaus-Ewald, Vorsitzender des Vorstands VNG – Verbundnetz Gas Aktiengesellschaft, Leipzig Kienbaum, Dipl.-Kfm. Jochen, Vorsitzender der Geschäftsführung Kienbaum Consultants International GmbH, Gummersbach Meyer, Professor Dr. Bernd, Beigeordneter Dezernat Bildung, Kultur, Sport Deutscher Städtetag, Köln Sentker, Andreas, Ressortleiter DIE ZEIT Zeitverlag Gerd Bucerius GmbH & Co. KG Redaktion Wissen, Hamburg Wahlster, Professor Dr. rer. nat. Dr. h.c. Wolfgang Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), Saarbrücken Wansleben, Dr. Martin, Hauptgeschäftsführer Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK), Berlin Yogeshwar, Dipl. Phys. Ranga, Leiter Redaktionsgruppe Wissenschaft Westdeutscher Rundfunk Köln WDR, Köln Münder, Dr. Herbert Wissenschaft im Dialog gGmbH, Berlin (keine Beurteilung der Anträge) Quelle: halle.de

Beitrag Teilen

Zurück