Halle bündelt touristisches und wirtschaftliches Stadtmarketing

Dieses Element verwendet noch das alte Contao 2 SRC-Format. Haben Sie die Datenbank aktualisiert?

von Tobias Fischer

Oberbürgermeisterin Häußler: "Halle braucht Vergleich mit Städten wie Heidelberg nicht zu scheuen" Die mitteldeutsche Kultur- und Wissenschaftsmetropole Halle an der Saale wird sich wirtschaftlich und touristisch künftig Investoren und Reisenden weltweit einheitlich nach modernsten Marketingkriterien präsentieren. Ähnlich wie in Gelsenkirchen, Konstanz oder in Halles Partnerstadt Karlsruhe werden jetzt auch in der Saalestadt die Aktivitäten von örtlicher Touristikorganisation und wirtschaftlichem Standortmarketing unter dem Dach einer neu gegründeten Stadtmarketing Halle (Saale) GmbH (SMG) gebündelt. In den neuen Bundesländern gibt es in Großstädten bislang nur in Schwerin ein ähnliches, innovatives Modell.

Halle bündelt touristisches und wirtschaftliches Stadtmarketing

An der SMG sind als Gesellschafter die Stadt Halle (mit 60 Prozent der Anteile), ein neuer Förderverein "Pro Halle" (25 Prozent, Mitglieder sind die führenden Wirtschaftsunternehmen der Stadt) sowie der Förderverein Stadtmarketing (Kleinbetriebe und interessierte Einwohner), die City-Gemeinschaft (Einzelhandel) und der Verein Halle-Tourist (touristische Leistungsträger) mit jeweils fünf Prozent beteiligt. Der SMG-Jahresetat für 2004 ist mit rund 1,4 Millionen Euro veranschlagt. Die bisherigen operativen Aufgaben von Halle-Tourist e.V. werden ab Anfang 2004 von der neuen Stadtmarketing-Gesellschaft übernommen. Erster Geschäftsführer der SMG wird Lothar Meyer- Mertel, M.A. (43). Er kommt aus Weimar, wo er bislang als Geschäftsführer der dortigen Tourismusservicegesellschaft und des Kongresszentrums Weimarhalle tätig ist. Zuvor war er in ähnlicher Funktion in Lübeck tätig. "Halle reiht sich damit in das knappe Dutzend deutscher Kommunen ein, die Stadtmarketing aus einer Hand nach modernsten Kriterien betreiben", beschreibt Halles Oberbürgermeisterin Ingrid Häußler die Gründung der Stadtmarketing GmbH. Für die Saalestadt sei es von existenzieller Bedeutung, ihre großartigen historischen, kulturellen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Ressourcen straff zu bündeln und die Stadt zum begehrten Wirtschafts- und Lebensstandort in Mitteldeutschland zu entwickeln. "Halle braucht den Vergleich mit Städten wie beispielsweise Heidelberg nicht zu scheuen", argumentiert Häußler, das Potenzial vor Ort rechtfertige bei weitem einen solchen Anspruch. Jetzt gehe es nur noch darum, das dem Rest der Welt zu vermitteln.

Beitrag Teilen

Zurück