Firma in Queis veredelt Solarzellen

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Wirtschaft | Aktuelles
von Tobias Fischer

Die erste Ausbaustufe ist fertig: Am Freitagvormittag ist im Gewerbegebiet Queis direkt an der A 14 ein neues Solarwerk in Betrieb gegangen. Das norwegische Unternehmen Innotech Solar hat 20 Millionen Euro investiert und zunächst 50 neue Jobs geschaffen. Doch die Firma im "Star Park" - so nennt sich das Gewerbegebiet zu Vermarktungszwecken neuerdings - will weiter wachsen

Firma in Queis veredelt Solarzellen

Die erste Ausbaustufe ist fertig: Am Freitagvormittag ist im Gewerbegebiet Queis direkt an der A 14 ein neues Solarwerk in Betrieb gegangen. Das norwegische Unternehmen Innotech Solar hat 20 Millionen Euro investiert und zunächst 50 neue Jobs geschaffen. Doch die Firma im "Star Park" - so nennt sich das Gewerbegebiet zu Vermarktungszwecken neuerdings - will weiter wachsen. In einer zweiten Ausbaustufe werden 80 weitere Arbeits- und Ausbildungsplätze geschaffen. Halle-Queis konnte sich gegen 30 weitere Standorte durchsetzen. Acht Monate war an der neuen Fabrik gebaut worden. Die meisten Aufträge gingen an Firmen der Region.

Auf einer Produktionsfläche von 7.000 Quadratmetern sollen künftig pro Stunde bis zu 20.000 Solarzellen von Herstellern wie Bosch und Q-Cells geprüft und optimiert werden. Das Unternehmen hat ein industrielles Verfahren entwickelt, das Solarzellen verschiedener Hersteller analysiert und mit speziellen Lasern Verunreinigungen isoliert. So erhalten die Zellen ihre volle Leistungsfähigkeit zurück. Die hochwertigen Zellen werden anschließend in neue Solarmodule eingesetzt. Diese Module sind besonders umweltfreundlich, da die Veredelung der Solarzellen weniger Energie und Rohstoffeinsatz benötigt als eine Neuproduktion. Das Unternehmen prüft, sortiert und optimiert bereits heute mehr Zellen als jeder andere Anbieter weltweit und ist das einzige Unternehmen, das sich auf derartige Verfahren spezialisiert hat.

„Die Energiewende braucht zukunftsfähige Unternehmen wie Innotech Solar", erklärte Wirtschaftsministerin Birgitta Wolff zum Produktionsauftakt. Die Ansiedlung sei ein weiterer Beleg für die Attraktivität des Solarstandorts Sachsen-Anhalt. Die Wertschöpfungskette der heimischen Solarindustrie verlängere sich um ein weiteres Glied. "Gleichzeitig stärkt das neuartige Innotech-Verfahren die Nachhaltigkeit der gesamten Photovoltaikbranche. Dies ist gerade für Klima schonende Solartechnik ein wichtiger Faktor", so Wolff.

Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados sagte, „Halle ist nicht nur ein starker Wirtschaftsstandort, sondern bietet mit seinen zahlreichen renommierten Forschungseinrichtungen auch ideale Voraussetzungen für Forschung und Entwicklung. Innotech Solar entwickelt innovative Verfahren zur Zellveredelung und bereichert mit seiner eigenen Forschungsstätte auch unsere Wissenschaftslandschaft.“

„Deutschland ist das führende europäische Land der Solarenergie- und Photovoltaiktechnologie“, betonte Thor-Christian Tuv, CEO der Innotech Solar ASA. Die Ansiedlung in Halle sehe man als Grundpfeiler der Expansionsstrategie. "So bringen wir mehr und mehr saubere Solarenergie zu unseren Kunden weltweit."

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