Energieunternehmen gründen Initiative gegen Abwanderung

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von Tobias Fischer

Die Landesregierung und die Energiewirtschaft wollen die Abwanderung von jungen Fachkräften aus Mitteldeutschland stoppen. Dazu wurde am Dienstag, 21. April 2004, das nach eigenen Angaben bundesweit einzigartige Projekt "Junge Karriere Mitteldeutschland" (JuKaM) gestartet.

Energieunternehmen gründen Initiative gegen Abwanderung

Es junge Fachkräfte mittel- und langfristig an Mitteldeutschland binden. Adressaten sind Menschen zwischen 18 und 28 Jahren, die ihre Ausbildung oder ein Studium absolviert haben und die Region verlassen müssen oder ihr bereits den Rücken gekehrt haben. Herzstück des Projektes ist den Angaben zufolge eine Datenbank, die eine Zuordnung zwischen jungen Fachkräften und Unternehmen ermöglicht. In dieser können sich alle jungen Menschen eintragen, die einen beruflichen oder akademischen Abschluss erlangt haben, sowie alle Unternehmen aus der Region, die junge Nachwuchskräfte suchen. Aus der Datenbank werden gezielt abwanderungswillige Personen angesprochen. Ihnen werde angeboten, an einer Analyse teilzunehmen, in der ihre beruflichen Stärken ausgelotet werden, hieß es. Bei Gesprächen zur Karriereplanung sollen Mittel und Wege der beruflichen Weiterentwicklung in Mitteldeutschland aufgezeigt werden. "Wir rechnen damit, dass sich im ersten Schritt bis zu 10 000 junge Menschen in die Datenbank eintragen werden", erklärte Bernd Koller, Geschäftsführer des bildungszentrums energie GmH (bze), Halle. Das bze koordiniert das Projekt, das von der envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM) Chemnitz, der GISA GmbH Halle, und der MITGAS Mitteldeutsche Gasversorgung GmbH in Gröbers getragen und vom Land Sachsen-Anhalt und der Europäischen Union (EU) gefördert wird. Die Energieversorgung Halle GmbH hat ihre Unterstützung zugesagt. Laut Berufsbildungsbericht 2004 verließen allein im vergangenen Jahr 15 000 junge Menschen die neuen Bundesländer. Hauptursache ist der Mangel an Ausbildungs- und Arbeitsplätzen.

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