Denkfabriken für die Zukunft

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von Tobias Matussek

Wissenschafts- und Innovationspark Halle, Heide-Süd: Bis zum 12. Juli 1991 waren an dieser Stelle 15.000 sowjetische Militärangehörige stationiert. Heute wächst in der ehemaligen Garnison Heide-Süd eine 30 ha große Erweiterungsfläche des Wissenschafts- und Innovationsparks (WIP), entwickelt sich planvoll der neue naturwissenschaftliche Campus der Alma mater halensis, entstehen attraktive Wohnungen für 5.000 Hallenserinnen und Hallenser.

Denkfabriken für die Zukunft

Im ”wip: quality network”, wie Wirtschaftsexperten das synergetische Netzwerk am insgesamt 130 ha großen WIP-Standort nennen, sind bereits mehr als 2.000 neue, hochqualifizierte Arbeitsplätze entstanden. Hier gedeihen ”Tür an Tür” Denkfabriken und Ideenschmieden für die Zukunft: innovative junge Unternehmen, Institute der Max-Planck-, der Fraunhofer- und der Leibniz-Gesellschaft, naturwissenschaftliche Fachbereiche und Institute der Martin-Luther-Universität, Technologie- und Gründerzentren, Bio-Zentrum und Umweltforschungszentrum Halle-Leipzig. Gerade befindet sich der Neubau eines dritten Technologie- und Gründerzentrums in der Planung. Neben der zentralen Lage mitten in der Stadt – in unmittelbarer Nachbarschaft zur stimmungsvollen Saaleaue und zur grünen Lunge Halles, dem Stadtforst - ist der Mix der innovativen Branchen der Schlüssel zum WIP-Erfolg. Hier arbeiten Spezialisten aus den Bereichen Biotechnologie, Bio-Genetik, Medizintechnik, Mikroelektronik und mechanik, Material- und Werkstofftechnik, Informations- und Kommunikationstechnologie sowie Umwelt- und Verfahrenstechnik Hand in Hand. Dank dieser engen Zusammenarbeit konnten junge Unternehmer bereits mehrfach nachweisen, dass vom ”wip: quality network” gute Ideen und wichtige Impulse für neue marktfähige Produkte und Verfahren ausgehen. Die Geschichte des Konversionsgeländes Heide-Süd, in dem heute u. a. erfolgreiche Entwicklungen im WIP ihre Fortsetzung finden, ist sehr bewegt. Einst wurde das Gebiet von einer Kohlebahn durchquert, bis dort zwischen 1834 und 1844 die Provinzial-Irrenanstalt errichtet wurde. Mit der Errichtung der Heeresnachrichten- und Luftwaffenschule setzte unter nationalsozialistischer Herrschaft in den Jahren 1936 bis 1938 eine intensive städtebauliche Nutzung ein. Nach dem Zweiten Weltkrieg schritten zunächst die Amerikaner durch die Kasernentore, nach ihnen die Streitkräfte der Sowjetarmee. Als sie abzogen, war Halle damals die erste Großstadt in den neuen Ländern, in der auf der Grundlage deutsch-sowjetischer Vereinbarungen keine Einheiten der Westgruppe der sowjetischen Streitkräfte mehr stationiert waren. Seit Anfang der 90-er Jahre die Stadt das Gelände in weiten Teilen vom Bund erwarb, kann hier nun zukunftsorientierte städtebauliche und wirtschaftliche Entwicklung betrieben werden. (Quelle: Stadt Halle)

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