Behinderungen durch bröckelnde Altbauten

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Städtisches Leben | Aktuelles
von Tobias Fischer

Tausende Autos täglich, dazu 16 Straßenbahnen pro Stunde und ein marodes Dach: die letzten Jahre haben dem leerstehenden Haus im Böllberger Weg in Halle (Saale) arg zugesetzt. Nun sind die letzten Tag angebrochen, ergeht es dem Haus wie dem Nachbargrundstück: die Abrissbirne kommt. Aus Sicherheitsgründen muss das 100jährige Haus abgerissen werden

Behinderungen durch bröckelnde Altbauten

Tausende Autos täglich, dazu 16 Straßenbahnen pro Stunde und ein marodes Dach: die letzten Jahre haben dem leerstehenden Haus im Böllberger Weg in Halle (Saale) arg zugesetzt. Nun sind die letzten Tag angebrochen, ergeht es dem Haus wie dem Nachbargrundstück: die Abrissbirne kommt. Aus Sicherheitsgründen muss das 100jährige Haus abgerissen werden. Am Montag waren im Inneren Etagen zusammengefallen.

Am Dienstag haben die vorbereitenden Arbeiten begonnen. Nach der Sperrung seit Montagabend für Autos und Trams wurde die Oberleitung der Straßenbahn vom Haus abgeklemmt. Zwar besteht dringender Handlungsbedarf, doch offenbar ist die Einsturzgefahr nicht so akut. Denn immerhin dürfen Fußgänger unmittelbar daneben entlanglaufen. Auch der ein oder andere Autofahrer versucht, die lange Umleitung durch enge Gassen zu umgehen und nutzt den direkten Weg - gelegentlich landet er dabei aber auch in den Armen der Polizei, die hier patrouilliert.

Wie aus der Verwaltung zu erfahren war, soll der sicherheitsbedingte Abriss am Mittwoch beginnen. Rund 50.000 Euro, so schätzt man in der Stadt, wird die Beräumung kosten. Schon in den vergangenen Jahren mussten am Haus immer wieder Sicherungsmaßnahmen durchgeführt werden. Wer nun die Kosten des Abrisses zahlt, ist unklar. Denn der Besitzer des Hauses - eine Gesellschaft - existiert nicht mehr.

Der Böllberger Weg bleibt nun einige Tage für den Verkehr gesperrt. Besonders die HAVAG trifft das hart. Wegen der Baustelle in der Beesener Straße können nun zwei Streckenäste Richtung Süden nicht mehr regulär bedient werden. Die Linie 1 verkehrt deshalb ab Franckeplatz über Riebeckplatz/Hauptbahnhof -Merseburger Straße- Damaschkestraße-Vogelweide-Veszpremer Straße nach Beesen und zurück. Die Linie 6 verkehrt ab Franckeplatz über Riebeckplatz/Hauptbahnhof-Merseburger Straße-Damaschkestraße-Vogelweide-Veszpremer Straße zur Südstadt und zurück.

Eingerichtet wurde zudem ein Schienenersatzverkehr. Dieser fährt ab der Freyburger Straße über Südstadt- Böllberg- Stadtgutweg-Max-Lademann-Straße-Wörmlitzer Straße zum Rannischen Platz. Die Haltestellen Kurt-Tucholsky-Straße und Ludwigstraße können nicht bedient werden. Auch zwischen Markt und Rannischem Platz werden Busse eingesetzt.


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