Baufirmen informieren Fußballfans über Stadionbau

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Fanforum | Aktuelles
von Tobias Fischer

Seit zwei Wochen wird das alte Kurt-Wabbel-Stadion abgerissen, und schon Anfang September ist Spatenstich für den 17,5 Millionen Euro teuren Neubau. Am Mittwochabend kamen beim Fanforum Baufirmen, Architekten und Fans ins Gespräch. Und wenn auch zahlreiche Fragen noch nicht beantwortet werden konnten oder wollten, so ergab sich doch am Ende ein Bild des neuen Stadions

Baufirmen informieren Fußballfans über Stadionbau

Seit zwei Wochen wird das alte Kurt-Wabbel-Stadion abgerissen, und schon Anfang September ist Spatenstich für den 17,5 Millionen Euro teuren Neubau. Am Mittwochabend kamen beim Fanforum Baufirmen, Architekten und Fans ins Gespräch. Und wenn auch zahlreiche Fragen noch nicht beantwortet werden konnten oder wollten, so ergab sich doch am Ende ein Bild des neuen Stadions. Auch wenn das etwas anders ausfällt als erhofft.

Erstmals wurde nun auch gegenüber den Fans offiziell bestätigt, was Angela Papenburg von der gleichnamigen zuständigen Baufirma schon vor zwei Wochen auf Nachfrage von HalleForum.de bestätigte: die neue Arena wird über 6.000 Sitz und 9.000 Stehplätze verfügen. Aufgeteilt sind die Sitzmöglichkeiten auf Tribüne und Gegentribüne. In den Kurven wird gestanden. Wie Architekt Haie-Jann Krause von Hyder-Consulting erläuterte, teilen sich die Plätze in sechs Sektoren und 21 Blöcke auf. Im Sitzbereich gibt es 15 und im Stehbereich 28 Reihen. Der Zugang erfolgt wie bereits jetzt über die Treppentürme, die erhalten und saniert werden. Anschließend geht es durch eine Treppe wieder nach unten ins Stadioninnere. Hier landen die Fans auf einer umlaufenden Ebene. In die einzelnen Sektoren kommt man durch so genannte “Mundlöcher”, also Öffnungen inmitten der Sektoren zwischen den Reihen. Immerhin hier ist man auf Wünsche der Fans eingegangen, hinter den Toren solche Öffnungen nicht zu bauen.

Im Gegensatz zur bisherigen Situation im alten KWS wird es im neuen Stadion keine umfassenden Zäune hin zum Spielfeld mehr geben. Nur noch in den so genannten “Sicherheitsbereichen”, dort wo die Ultrafans stehen, wird es Zaunanlagen geben. Die unterste Reihe ist etwa sechs bis sieben Meter vom Spielfeldrand entfernt, zudem geht es von hier etwa zwei Meter nach unten. Überhaupt wird der Rasen des neuen Stadions zwei Meter unter dem jetzigen Niveau liegen und damit auch zwei Meter unter der Einfahrt des zu erhaltenden Marathontores.

Das Funktionsgebäude wird im Erdgeschoss die Mannschaftsräume beherbergen, im ersten Obergeschoss ist Platz für Sanitäranlagen, Pressebereich, Geschäftsstelle und einen Kiosk. In der zweiten Etage werden sich die VIP-Logen befinden.

Parkplätze wird es im Sportdreieck, auf einer jetzigen Grünfläche am Böllberger Weg neben der Straßenbahnschleife sowie für VIPs zwischen Stadion und dem einstigen Gesundbrunnenbad. Die Form des großen Badebeckens wird für einen Kunstrasenplatz nachempfunden.

Bislang hieß es, die Flutlichter werden in die Dachkonstruktion integriert. Wie die Beleuchtungslösung aussehen soll, wurde ebenfalls präsentiert. So werden insgesamt 10 Masten aufgestellt, die das Stadioninnere ausleuchten sollen. Aufgegeben werden musste die ursprünglich vorgesehene Transparente Dachlösung in der Mitte. “Aus Kostengründen”, wie es hieß. Stattdessen wird das komplette Dach mit Trapezblechen ausgeführt.

Am Farbkonzept wird noch gefeilt, hier wollen die Baufirmen aber mit den Fans ins Gespräch kommen und es wird sicher auf die Vereinsfarben Rot und Weiß hinauslaufen.

Im Gegensatz zu jetzt sollen auch die Vorbereiche rund um die Stadionmauer offen und begehbar bleiben. Derzeit sind sie von Zäunen umzogen. An jeder der vier Außenecken soll ein Kiosk aufgestellt werden, in der nordwestlichen Ecke mit Fanshop und Vorverkauf.

Konkrete Bilder wie nun das Stadion tatsächlich aussehen soll (die Animation enthielt mehr Sitzplätze, eine andere Dachkonstruktion etc.) gab es noch nicht. Da hatten sich die anwesenden Fans mehr erhofft. Doch das sind für Vereinspräsident Michael Schädlich nur Kleinigkeiten. “Trotz Wirtschafts- und Finanzkrise wurde in Halle eine Entscheidung für den Fußball getroffen”, sagte er. An die Fans gerichtet: “Arschbacken zusammenkneifen und Dinge in Kauf nehmen.”


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