90 Minuten Industriegeschichte pur

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Techniklinie 5 ging am Freitag zwischen Bad Dürrenberg und Halle auf Jungfernfahrt.

90 Minuten Industriegeschichte pur

Im März 1902 konnten die Passagiere das erste Mal von Ammendorf aus,  die „elektrische Fernbahn Halle-Merseburg“ nutzen. Wie der Name es schon sagt, fuhr die damalige Straßenbahn von Halle nach Merseburg.  Im Laufe der Zeit kamen weitere Verbindungen  wie das Geiseltal oder ab Dezember 1971 die Verbindung zwischen Bad Dürrenberg bis Halle hinzu. Genau 33,238 Kilometer liegen heutzutage zwischen den Endhaltestellen Halle-Kröllwitz und Bad Dürrenberg. Die Strecke der Linie 5 ist somit noch heute eine der längsten Straßenbahnlinien Europas. Während der 90-minütigen Fahrt kreuzt die Bahn viele Orte die für Erfindungen, Technik und Innovationen in Historie und Gegenwart stehen. Aus diesem Grund wurde die Themenbahn, die „Techniklinie 5“ entwickelt, welche die Bevölkerung der Region und ihre Gäste erleben lässt, welche Potenziale und Kompetenzen im Bereich von Wissenschaft und Technik vor Ort bestehen. „Der Wandel ist das einzige Beständige“, so die Oberbürgermeisterin Szabados.Nach der heutigen Jungfernfahrt von Bad Dürrenberg nach Halle-Kröllwitz fährt ab sofort die Techniklinie 5 als Themenbahn durch die Technologieregion. Schirmherren der Straßenbahn sind die (Ober)BürgermeisterInnen von Halle, Merseburg, Bad Dürrenberg, Schkopau, Leuna sowie der Landrat des Saalekreises.Während Marco Tullner die Linie 5, eine kurze Strecke lang, durch die Ortschaften führt, kommen die Bürgermeister sowie Sponsoren der Technikbahn zu Wort. „Für 2012 sind mehrere Aktionen angestrebt. Unternehmen und Institutionen können Patenschaften für Haltestellen übernehmen und darüber Hintergründe und Fakten am jeweiligen Standort präsentieren“, sagte Szabados. Unterstützt werden sie durch Kurzfilme, Hörfeatures und theatrale Aktionen unter anderem von Studenten der Hochschule Merseburg. Verschiedene Medienprojekte sollen dafür sorgen, dass spannende Informationen rund um die Haltestellen alle Sinne ansprechen. Um sich ein Bild von der Strecke machen zu können, fuhren die Studenten diese bereits ab, um von den Haltestellen Probeaufnahmen machen zu können. Auf deren Grundlage wird nun an einem Konzept gefeilt.Des Weiteren wurde auch die Internetplattform [url=http://www.techniklinie-5.de]www.techniklinie-5.de[/url] durch die Oberbürgermeisterin aus Halle eröffnet. Im Laufe der Zeit wird die Internetseite immer mehr ausgebaut. Eine Karte zeigt die neun Abschnitte der Strecke aller Haltestellen der Techniklinie 5.  Alle Streckenabschnitte sollen nun nach und nach mit Informationen zu den Orten, Unternehmen, Wissenschaft, Technik in der Vergangenheit und der Zukunft gefüllt werden.„Das Projekt Techniklinie 5 wurde nur dank breiter Unterstützung möglich“, bedankt sich Frau Szabados. „Wir wollen zeigen, welche Innovationen von uns ausgingen und welche es heute gibt.“ Man wolle darstellen, welches Potential in Halle zu finden ist. „Denn wir neigen noch viel zu oft dazu, unser Licht unter den Scheffel zu stellen“, meinte Szabados.Als erstes Unternehmen übernahm der Weinberg Campus zum Start der Techniklinie eine Haltestellen-Patenschaft. Nach und nach sollen nun weitere Unternehmen und Einrichtungen entlang  der Strecke folgen.Stadtwerke-Chef Matthias Krause sagt, man wolle mit dem neuen Projekt etwas für die Technik der Region tun. Möglicherweise ist die 33 Kilometer lange Verbindung auch für Schulklassen interessant, um die Region kennenzulernen.

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