LINKE-Abgeordnete fordern Absage der Militaria-Messe in Halle

Fraktion DIE LINKE | Aktuelles
von hallelife.de | Redaktion

Wie in den letzten Tagen bekannt wurde, plant die Halle Messe GmbH im Oktober eine Waffen- und Militariamesse stattfinden zu lassen. Dazu erklären die Hallenser Bundestagsabgeordnete Dr. Petra Sitte und die Landtagsabgeordnete Henriette Quade:

Dass in Halle eine Messe stattfinden soll, bei der Waffen, Militaria und auch Nazidevotionalien gezeigt und vertrieben werden, ist schlichtweg unerträglich. Der Halle Messe GmbH scheint die Brisanz ja durchaus bewusst zu sein. Das mit Verweis auf den Anschlag vom 9. Oktober 2019 dieses Event einfach um ein paar Tage verschoben werden soll, ist an Zynismus kaum zu überbieten und inakzeptabel.

Bei solchen Veranstaltungen werden Waffen als normaler und erstrebenswerter Bestandteil des Alltags dargestellt und vertrieben, NS-Orden und Devotionalien verbreitet und ausgestellt und nicht selten auch verbotene Symbole, wie z.B. bestimmte Runen, zur Schau gestellt. Das hat Anziehungskraft auf alte und neue Nazis und Geschichtsrevisionisten und kann als Freiraum für eben diese Leute genutzt werden. Aus gutem Grund ist die Messe am bisherigen Veranstaltungsort Kassel, wo sie noch "Waffenbörse Kassel" hieß, immer wieder kritisiert worden. Der problematische Charakter dieser Veranstaltung hängt nicht vom Datum ab. Nicht nur mit Verweis auf den Anschlag vom 9. Oktober gibt es aus unserer Sicht nur eine richtige Entscheidung: Diese Messe muss abgesagt werden.

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