Sigmund Jähn ist geeigneter Namensgeber

SPD steht zum Namensvorschlag für Planetarium | Aktuelles
von hallelife.de | Redaktion

Die SPD-Fraktion im Stadtrat und der SPD-Stadtverband Halle sprechen sich weiterhin klar für die Benennung des neuen Planetariums am Holzplatz nach Sigmund Jähn aus. In der heutigen Stadtratssitzung (24.02.2021) steht nun die finale Entscheidung des Rates nach mehr als einjähriger Befassung an. 

In der heutigen Stadtratssitzung (24.02.2021) steht nun die finale Entscheidung des Rates nach mehr als einjähriger Befassung an. Der Kulturausschuss (03.02.2021) hatte diese Vorlage zuletzt abgelehnt und die Bezeichnung „Planetarium Halle (Saale)“ favorisiert. Die SPD-Fraktion Stadt Halle (Saale) ist gemeinsam mit den Fraktionen DIE LINKE und MitBürger & Die Partei Antragstellerin eines entsprechenden Antrages zur Benennung des neu errichteten Planetariums am Holzplatz nach Sigmund Jähn.

Zur abschließenden Beschlussfassung im Stadtrat erklärte Eric Eigendorf, Vorsitzender der SPD-Fraktion Stadt Halle (Saale): „Mit Sigmund Jähn wollen wir das neue Planetarium nach dem ersten Deutschen im All benennen. Nach der Wiedervereinigung arbeitete Jähn als Berater des Deutschen Zentrums für Luft und Raumfahrt und der Europäischen Raumfahrtorganisation. Für seine Expertise und Beratung jüngerer Generationen bundesdeutscher Astronauten bis hin zu Alexander Gerst genoss Jähn hohes internationales Ansehen. Das zeigt auch die tagesaktuelle Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt Lilienthal-Oberth e.V. (DGLR). Wir appellieren erneut an alle StadträtInnen, das neue Planetarium heute nach ihm zu benennen, die Lebensleistung Jähns anzuerkennen und zugleich sein Wirken in der DDR kritisch zu würdigen. Die Bezeichnung des Planetariums nur nach dem Ort, wie nun von einigen Fraktionen vorgebracht, ist einfallslos. Mit der Bezeichnung nach Jähn würde keineswegs eine Überhöhung einer Persönlichkeit einhergehen, geschweige denn ein Personenkult gepflegt werden, wie einige in den Reihen der CDU mutmaßen.

Dr. Karamba Diaby, Vorsitzender der SPD Halle (Saale), begründete das Festhalten an Sigmund Jähn wie folgt: „In den letzten Wochen erreichten uns viele zustimmende Anrufe, E-Mails und Briefe aus der Bürgerschaft, die sich für die Namensgebung des neuen Planetariums nach Jähn aussprachen. Aber auch darüber hinaus fand die aktuelle Diskussion in Halle Anklang – auch bei JournalistInnen. Das zeigt, dass es sich nicht nur um eine Namensgebung handelt. In diesem Zusammenhang werden auch geschichtliche Entwicklungen der letzten dreißig Jahre wie in einem Brennglas gespiegelt. Wir glauben, dass die überwiegende Mehrheit der HallenserInnen mit Jähns Namen die Weiten des Alls verbindet. Jähn kann eine Integrationsfigur sein, die Geschichte und Zukunft verbindet. Wäre das Hochwasser 2013 nicht gekommen, würden wir heute nicht über die Benennung des Planetariums nach Jähn diskutieren.“

Die aktuelle Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt Lilienthal-Oberth e.V. (DGLR) ist im Anhang zu finden

 

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