Distanzunterricht und Schnelltests als wirksamen Gesundheitsschutz anerkennen

GEW | Aktuelles
von hallelife.de | Redaktion

Anlässlich der heutigen Videoschalte der Kultusministerkonferenz appelliert die GEW Sachsen-Anhalt erneut an alle Verantwortlichen, dem Gesundheitsschutz in den Bildungseinrichtungen oberste Priorität einzuräumen. Insbesondere an den Schulen sollten direkte Kontakte möglichst ganz vermieden werden. Ein verbindlicher und landesweiter Distanzunterricht vor und nach den Feiertagen wäre dafür ein geeignetes Mittel.

Die Quarantäneanordnungen für Schüler*innen und Lehrkräfte reißen nicht ab, von einem geregelten Unterrichtsgeschehen kann in Sachsen-Anhalt deshalb schon seit Wochen nicht mehr die Rede sein. Immer noch steigen die Inzidenzwerte und die dadurch hervorgerufenen Verunsicherungen. Zur Verbesserung des Gesundheitsschutzes und der Planbarkeit spricht sich die GEW Sachsen-Anhalt daher für die landesweite verbindliche Einführung von Distanzunterricht ab kommendem Montag, dem 14. Dezember 2020, bis zum Samstag, dem 23. Januar 2021, aus. „Eine solche Beschränkung könnte dem Virus viele Verbreitungsweg abschneiden und effektiv bei der so wichtigen Eindämmung der Pandemie helfen. Zum Wohle der Gesundheit und zum Schutz des Lebens sollten wir uns gemeinsam für diesen Weg entscheiden“, sagte dazu heute in Magdeburg Eva Gerth, Vorsitzende der GEW Sachsen-Anhalt.

Zudem wäre durch diese Strategie auch mehr Zeit vorhanden, um Lehrkräfte und möglicherweise infizierte Schüler*innen zu Beginn des neuen Jahres flächendeckend von medizinisch geschultem Personal zu testen. Selbsttests stellen aufgrund einer erhöhten Verletzungsgefahr sowie möglicher Falschergebnisse keine Alternative dar und werden daher von der GEW abgelehnt. In den Ferien, also vom 21. Dezember bis zum 8. Januar, sollte auch der Notbetrieb in den Einrichtungen weitestgehend eingeschränkt werden. Außerdem sollte verbindlich geregelt werden, dass Menschen aus Risikogruppen vom Präsenzunterricht freigestellt sind, wenn die 7-Tages-Inzidenz des Landkreises über dem Schwellenwert von 35 liegt. „Die hohen Belastungen durch die zweite Infektionswelle verschleißen unser Bildungssystem, für einen besseren Schutz müssen jetzt entschiedene und drastische Maßnahmen ergriffen werden“, so Gerth abschließend.

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