Hochschulkürzungen schaden Halle

DIE LINKE | Aktuelles
von hallelife.de | Redaktion

Der Landesfinanzminister Michael Richter (CDU) möchte den Hochschulen Sachsen-Anhalts Geld kürzen und hat ihnen deshalb einen Passus in die Zielvereinbarungen geschrieben, der sie ab 2022 dazu verpflichtet bis zu sechs Millionen Euro einzusparen.

„Auch wenn es schon in der letzten Kürzungsrunde keinerlei Sparpotential an den Hochschulen gegeben hat, will der Finanzminister es aus ihnen herauspressen. Das wird immense Schäden verursachen, insbesondere an der Martin-Luther-Universität in Halle, die die größte Summe verlieren wird. Wir müssen die Schließung von Instituten und den Rückgang der Studierendenzahlen befürchten. Es ist ein Skandal, dass die Landesregierung scheinbar alles dafür tut, die Erholung von der Corona-Krise für die Hochschulen und damit auch für ihre Heimatkommunen zu erschweren.“, erklärt dazu der Stadtvorstand der LINKEN Halle.

Schon 2013 gab es mit dem "Bernburger Frieden" eine Kürzungsvereinbarung zwischen Hochschulen und Landesregierung, die harte Einschnitte mit sich brachte und von den Hochschulen nur akzeptiert wurde, weil damit einhergehend der Verzicht auf weitere Einschränkungen in der Zukunft versprochen wurde.

„Während die Landesregierung eine halbe Milliarden Euro in die Wirtschaft pumpt, sollen Wissenschaft und Bildung für minimale Einsparungen leiden. Das ist an Ignoranz gegenüber den dort erbrachten Leistungen kaum zu überbieten. Die Hochschulen sind nicht nur wichtige Faktoren für die lokale wirtschaftliche Entwicklung, sondern leisten insbesondere in Halle auch überdurchschnittliche Forschungsarbeit zu COVID-19. Die Wissenschaft in einer Krise zu schwächen, in der alle Welt ihre Hoffnung auf diese setzt, schafft auch nur die Kenia-Koalition“, so der Stadtvorstand abschließend.

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