Kita-Personal durch geringere Präsenzzeiten schützen

GEW | Aktuelles
von hallelife.de | Redaktion

Viele Beschäftigte in Kitas sind wegen der notwendigen Betreuung der Kinder von Eltern aus exponierten Bereichen verpflichtet, in die Einrichtungen zu kommen. Doch das ist nicht für alle gleichzeitig notwendig. Nach dem derzeitigen Stand weist die GEW Sachsen-Anhalt darauf hin, dass es fahrlässig ist, täglich alle Erzieher*innen in die Kitas zu bestellen.

Mit einem eindringlichen Appell hat sich Eva Gerth, Vorsitzende der GEW Sachsen-Anhalt, an alle kommunalen und freien Träger von Kindertagesstätten gewandt, die Präsenzpflicht der Erzieherinnen und Erzieher in den Kindertagesstätten sinnvoll und angemessen zu gestalten. „Viele Träger bestehen darauf, das gesamte Personal in der Einrichtung zu behalten, obwohl deutlich weniger Kinder zur Notbetreuung anwesend sind. Das ist unsinnig und fahrlässig“, so Gerth.

Die GEW fordert, dass nur das Personal in den Einrichtungen anwesend sein muss, das tatsächlich unmittelbar für die Betreuung benötigt wird. Die GEW schlägt eine umschichtige Präsenzpflicht vor, sodass sich nur noch kleinere Gruppen des Personals in den Einrichtungen begegnen. Damit könnte man sowohl das Ansteckungsrisiko minimieren als auch Reserven mobilisieren, wenn tatsächlich Personal infiziert würde. Die Träger sind gefordert, auch Schutzmaßnahmen für die Sicherheit des Personals zu gewährleisten.

Weiterhin forderte die GEW-Landesvorsitzende, den Erzieherinnen und Erziehern, die keine Betreuungsmöglichkeit für eigene Kinder hätten, unkompliziert die Mitnahme der eigenen Kinder in die Notbetreuung zu ermöglichen.

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