Robra überreichte fünf Bundesverdienstorden

Sachsen-Anhalt | Aktuelles
von hallelife.de | Redaktion

Staats- und Kulturminister Rainer Robra hat heute in der Staatskanzlei in Magdeburg Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland an drei Bürgerinnen und zwei Bürger aus Sachsen-Anhalt überreicht. Die Orden waren ihnen von Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier verliehen worden. Robra betonte die Notwendigkeit, ehrenamtliches Engagement auch gebührend zu würdigen: „Das Ehrenamt ist eine zivilisatorische Errungenschaft. Zum Ehrenamt gehört aber auch eine Kultur der Anerkennung. Damit das Ehrenamt zu Ehren kommt.“ Diesem Ziel diene die Verleihung der Bundesverdienstorden.

Geehrt wurden:

Silke Czerwenka, Blankenburg, Verdienstkreuz am Bande

Die 51-jährige Apothekerin wurde für ihr Engagement bei der Unterstützung von Menschen mit Autismus geehrt. Selbst Mutter einer inzwischen erwachsenen Tochter mit Autismus gehörte sie 2010 zu den Gründern des Regionalverbandes „autismus Nordharz“, der inzwischen auf 38 Mitglieder angewachsen ist. Darüber hinaus initiierte und förderte sie 2012 die Einrichtung des Autismus-Zentrums „Kleine Wege“ in Blankenburg. Zudem ist Silke Czerwenka Mitglied des Vorstandes des Bundesverbandes „autismus Deutschland“ sowie Mitglied des Stiftungsrates der „autismus Deutschland-Stiftung“. „Sie haben ein Beispiel dafür gegeben, wie viel durch hohen persönlichen Einsatz bewegt und zum Besseren verändert werden kann“, würdigte Robra die Verdienste der Ordensträgerin.

Barbara Döring, Weißenfels, Verdienstmedaille

Die 47-jährige Bankkauffrau aus Weißenfels gehörte 2005 zu den Mitgründern des Vereins „music art Weißenfels“ und war dessen Vorstandsvorsitzende. Der Verein hat in den letzten Jahren mehrere Musicals einstudiert und in Weißenfels und der Region zur Aufführung gebracht. 2014 wurde eine Produktion von „music art“ als Deutschlands bestes Laienmusical ausgezeichnet. Barbara Döring wurde für ihr Engagement um das kulturelle Leben in Weißenfels und im Burgenlandkreis geehrt. Der Staatsminister lobte das Wirken der Ausgezeichneten: „Mit Ihrem ehrenamtlichen Engagement im musikalisch-künstlerischen Bereich haben Sie sich hervorragende Verdienste um das kulturelle Leben des Burgenlandkreises erworben. Ihre Arbeit demonstriert beispielhaft, welche Kraft kulturelle Arbeit im Laienbereich entfalten kann.“

Dr. Hanna Kasparick, Lutherstadt Wittenberg, Verdienstkreuz am Bande

Dr. Kasparick wir lange Jahre Direktorin des Evangelischen Predigerseminars in Lutherstadt Wittenberg. In dieser Zeit hat sie sich nicht nur der qualitätsvollen Ausbildung der Vikarinnen und Vikare gewidmet, sie hat darüber hinaus ein Engagement gezeigt, das weit über ihre beruflichen Pflichten hinausging. So hat sie entscheidend dazu beigetragen, dass das Reformationsjubiläum 2017 zu einem Erfolg für die Lutherstadt und Sachsen-Anhalt wurde. Sie hat darüber hinaus die Sanierung des Schlossensembles erfolgreich begleitet und internationale Kontakte und Partnerschaften gefördert. Hierfür wurde die 65-jährige mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt. „Sie haben sich auf vielfältige Weise um die evangelische Kirche, um die Lutherstadt Wittenberg und unser Heimatland Sachsen-Anhalt verdient gemacht und Sie haben entscheidend dazu beigetragen, dass das Reformationsjubiläum 2017 in unserem Land erfolgreich gefeiert werden konnte“, würdigte Robra das Schaffen von Dr. Kasparick.

Thomas Keindorf, Halle, Verdienstkreuz am Bande

Der 61-jährige Bezirksschornsteinfegermeister wurde für sein jahrzehntelanges berufliches und ehrenamtliches Engagement für das Handwerk in Sachsen-Anhalt geehrt. Keindorf war viele Jahre Obermeister und schließlich Landesinnungsmeister der Schornsteinfegerinnung. Seit 2003 ist er Präsident der Handwerkskammer Halle. Darüber hinaus engagiert er sich auf Bundes- und Landesebene für die Belange des Handwerks. Von 2008 bis 2013 war er Mitglied des Präsidiums des Zentralverbandes Deutsches Handwerk. Derzeit ist er Vizepräsident des Handwerkstages Sachsen-Anhalt. „Ob als Landesinnungsmeister oder als Präsident der Handwerkskammer Halle, Sie haben das Handwerk gegenüber der Politik und in der Öffentlichkeit hervorragend repräsentiert und seine Interessen vertreten“, lobte der Staatsminister.

Wolfgang Ladebeck, Schönebeck, Verdienstkreuz am Bande

Über Jahrzehnte hinweg ist der 59-jährige Polizeirat gewerkschaftlich aktiv. Schon früh übernahm er Verantwortung in der Deutschen Polizeigewerkschaft, zunächst als Geschäftsführer und später als Vorsitzender der Kreisverbände Schönebeck und Magdeburg. Von 2001 bis zu diesem Jahr war er Landesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft in Sachsen-Anhalt. Darüber hinaus ist Ladebeck in der DBB Beamtenbund und Tarifunion aktiv. Hier ist er Mitglied des Bundesvorstandes und der Bundestarifkommission. Zusätzlich ist er als ehrenamtlicher Richter am Verwaltungsgericht Magdeburg und im Landespersonalausschuss aktiv. „Sie sind mit ganzem Herzen Polizist und haben sich darüber hinaus immer in besonderer Weise ehrenamtlich engagiert. All diese Ämter und Tätigkeiten übten und üben Sie stets mit großer Leidenschaft aus. Sie wollen Menschen helfen und das gelingt Ihnen ausgezeichnet“, würdigte Robra das Engagement Ladebecks.

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