Wirtschaft benötigt Azubiticket schnellstmöglich

Handwerkskammer | Aktuelles
von hallelife.de | Redaktion

Die Wirtschaft in Sachsen-Anhalt kritisiert die Entscheidung des Landes Sachsen-Anhalt für den Doppelhaushalt 2020/2021 keine Mittel für ein „Azubiticket“ einzuplanen. Diese wurden in den Verhandlungen zum Doppelhaushalt aufgrund von Einsparungsbestrebungen des Landes gestrichen. Die vier gewerblichen Kammern fordern ein solches Ticket seit Jahren. 

Es fällt den Unternehmen schwer zu glauben, dass ein Azubiticket, das in Nachbarländern zügig eingeführt wurde und gut angenommen wird, hierzulande keinen politischen Willen findet. Warum schaffen es benachbarte Bundesländer, solch ein Instrumentarium einzuführen? Wie wird sich die Landesregierung rechtfertigen, wenn Betriebe im Randbereich von Sachsen und Thüringen melden, dass Azubis abgewandert sind? Dorthin, wo der Weg zur Berufsschule für sie preiswerter ist als in Sachsen-Anhalt. 

Wir erwarten ein klares Signal der Landespolitik an die Wirtschaft, da sich sonst der Nachwuchsmangel speziell in strukturschwachen Regionen zu verschärfen droht. 

Hintergrund: 

Die Handwerkskammern Halle (Saale) und Magdeburg sowie die Industrie- und Handelskammern Halle-Dessau und Magdeburg stehen für insgesamt rund 130.000 Unternehmen mit etwa 650.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern.  

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