Für Vielfalt und Weltoffenheit - Bürgerfest für Demokratie

Stadt Halle | Aktuelles
von hallelife.de | Redaktion

Zu einem „Bürgerfest für Demokratie“ laden die Stadt Halle (Saale) und die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) am Sonnabend, 20. Juli 2019, von 12 bis 18 Uhr auf den Steintor-Campus, Emil-Abderhalden-Straße 25, ein. Zu der Veranstaltung, die Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand und Prof. Dr. Johanna Mierendorff, Prorektorin der MLU, um 13 Uhr eröffnen werden, laden auch die Freiwilligen-Agentur, die Bürgerstiftung Halle, der Evangelische Kirchenkreis Halle Saalkreis, der Friedenskreis Halle e.V. und die Franckeschen Stiftungen ein; unterstützt von zahlreichen Vertretern aus Kunst und Kultur.

Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand: „Mit dem Bürgerfest setzen wir gemeinsam mit unseren Partnern ein klares Zeichen für Vielfalt, Demokratie und Weltoffenheit. Hass, Rassismus und Intoleranz haben in unserer Stadt keinen Platz. Liebe Hallenserinnen und Hallenser, unterstützen Sie uns mit Ihrem Besuch.“

Prof. Dr. Johanna Mierendorff: „Internationalität, Vielfalt und Weltoffenheit gehören zu den wesentlichen Werten von Universität und Wissenschaft. Die Universität lebt nicht losgelöst von der Gesellschaft und der Stadtgesellschaft. Ich freue mich deshalb, alle Mitglieder und Angehörigen der Universität sowie unsere Nachbarn zu dem gemeinsamen Bürgerfest auf unseren Steintor-Campus einzuladen.“

Vielfältig ist auch das Festprogramm, das von Informations- und Mitmach-Angeboten über Kurzvorträge, Ausstellungen, Live-Musik, Literatur bis zu Spielangeboten für Kinder rund um die Themen Demokratie, Vielfalt, Solidarität und Gleichberechtigung reicht. Auf der Bühne unterhalten Musiker, Tänzer und Wort-Akrobaten bei Rock- und Bluesmusik, klassischen Stücken, A capella, Showdance und Poetry Slam. Das Bühnenprogramm moderiert der Intendant des Neuen Theaters, Matthias Brenner.

Unter dem Motto „Teilen macht Spaß“ decken Besucher eine große Kaffeetafel. Alle Besucher sind eingeladen, mit Selbstgebackenem und Kaffee an der Gestaltung der Tafel mitzuwirken und die Tafel als Ort des offenen Dialoges und Gedankenaustausches wahrzunehmen. Je mehr Besucher den Tisch mit Speisen und Getränken bereichern, umso vielfältiger wird der Genuss an der gemeinsamen Tafel sein. Die Bürgerstiftung überrascht die Gäste mit selbstgemachter Suppe. Dazu gibt es Leckeres vom Grill und die Trinkwasser-Bar der Stadtwerke sorgt für Erfrischung.

Wissenschaftler und Universitätsprofessoren regen in unterhaltsamen Kurzvorträgen zum Nach- und Mitdenken an – unter anderem unter dem Motto „Humor als Widerstand“. Die Vorträge finden im Institut für Anglistik und Amerikanistik, Seminarraum (Zugang über Uni-Campus) statt. An gleicher Stelle können die Besucher gemeinsam mit dem Leiter des Planetariums, Dirk Schlesier, eine virtuelle Reise ins Weltall unternehmen. Schon nach wenigen Kilometern sieht man keine Landesgrenzen mehr. Der Ausflug umfasst neben dem Stopp auf dem Mond, auch einen Besuch der Internationalen Raumstation, die von verschiedenen Nationen gemeinsam aufgebaut wurde und bis heute international betrieben wird. Schlesier wirft mit den Besuchern einen Blick in die Zukunft der Raumfahrt. Er zeigt, dass Weltraumfahrt am besten in multinationaler Kooperation möglich ist.

Das Ausstellungsprojekt „Gesicht zeigen – Dialog der Kulturen“ informiert die Besucher über die Vielfalt der Völker weltweit. Die Schau unter freiem Himmel beinhaltet Themen zu Geografie, Geschichte und sozialen Strukturen. Sie ist Anregung, das vermeintlich Fremde als Vielfalt wahrzunehmen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Die Ausstellung „Meine jüdischen Eltern, meine polnischen Eltern“ im Foyer der Universitätsbibliothek greift das Thema inzwischen erwachsener jüdischer Kinder auf, die durch ein Versteck bei Pflegeeltern vor dem Holocaust gerettet wurden. Präsentiert werden Fotografien aus Archiven und Porträtaufnahmen aus der Gegenwart sowie Erzählungen der Überlebenden.

Die Stadtbibliothek stellt in einer Lese-Ecke Bilderbuchklassiker und neue Bilderbücher vor. Kindgerecht werden Themen wie Mut, Neugier auf Fremdes und Neues sowie der Gewinn durch Vielfalt und Solidarität, die zu Stärke wird, dargestellt. An Selfie-Box und Statement-Bar der Freiwilligen-Agentur können Besucher unter dem Motto „Vielfalt tut gut – Hass macht krank“ Selbstportraits erstellen und mit einem eigenen Slogan untersetzen. Am Ende soll eine bunte Statement-Wand entstehen.
 

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