2,5 Stunden Warten auf Winterdienst

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Stadtgeschehen | Aktuelles
von Tobias Fischer

Kein Rad rollte mehr am Montagvormittag im halleschen Norden. Die ersten kräftigen Schneefälle des Winters hatten den Verkehr lahmgelegt. Auf der Trothaer Straße blieben LKW stecken, kamen Steigungen nicht mehr hoch

2,5 Stunden Warten auf Winterdienst

Kein Rad rollte mehr am Montagvormittag im halleschen Norden. Die ersten kräftigen Schneefälle des Winters hatten den Verkehr lahmgelegt. Auf der Trothaer Straße blieben LKW stecken, kamen Steigungen nicht mehr hoch. Zugespitzt hatte sich die Lage gegen 6.30 Uhr, als fünf LKW in Höhe Seebener Straße nicht weiterkamen. Auch die Ausfahrt aus der Straßenbahn-Wendeschleife in Trotha war durch Laster blockiert. Laut Polizei sei die Strecke erst gegen 9 Uhr wieder frei gewesen, nachdem der Winterdienst die glatte Straße frei räumte.

Bis dahin konnten keine Straßenbahnen nach Trotha fahren, auch ein Schienenersatzverkehr war wegen der gesperrten Straße nicht möglich. Trothaer mussten auf die S-Bahn ausweichen oder zu Fuß bis zum Zoo laufen. Auf den Linien 3, 8 und 12 kam es zu erheblichen Verspätungen. Doch auch sonst musste die Havag kapitulieren. Der Fahrplan wurde wegen der Verspätungen auf allen Strecken au0er Kraft gesetzt. Immer wieder blockierten liegengebliebene oder verunfallte Autos den Verkehr. Auch defekte Straßenbahn-Züge machten der Havag Sorgen.

Viele Autofahrer waren von der weißen Pracht auf den Straßen offenbar überrascht worden. So verlor gegen 03:30 Uhr ein 27 Jahre alter Landrover-Fahrer in einer Kurve im Karl-Ernst-Weg die Kontrolle über sein Fahrzeug und rutschte gegen einen Zaun. Gegen 03:40 Uhr fuhr ein 42-Jähriger mit seinem VW den Eierweg in Richtung Röpziger Brücke. Auf glatter Fahrbahn geriet das Auto ins Schleudern, kam von der Fahrbahn ab und fuhr gegen den Mast einer Straßenlaterne. Unfälle gab es unter anderem auch auf der Leipziger Chaussee, am Zollrain, Neuwerk und Wilhelm-von-Klewitz-Straße. Es blieb zum Glück meist bei Blechschäden. Autofahrern empfehle man, ruckartige Lenkbewegungen zu vermeiden, einen möglichst großen Sicherheitsabstand einzuhalten, beim Einbiegen in den fließenden Verkehr eine große Lücke abzuwarten und beim Abbremsen des Fahrzeuges behutsam vorzugehen, so Polizeisprecherin Anja Püschmann.

Der hallesche Winterdienst der Stadtwirtschaft war mit sieben großen und sieben kleineren Räumfahrzeugen im Einsatz, hinzu kamen noch einmal 14 Schneeschieber der Hastra. Außerdem hätten 30 Mitarbeiter die Haltestellenbereiche freigeräumt, so Stadtwerke-Sprecher Stefan Böttinger.

Die Stadtverwaltung appelliert indes noch einmal am die Räumpflicht der Anlieger auf den Gehwegen. Diese seien auf einer Breite von mindestens 1,50 Meter von Schnee freizuhalten und bei Eis- und Schneeglätte mit abstumpfenden Stoffen zu bestreuen. Handele es sich um Straßen oder Straßenteile, die keine Gehwege haben, so sei ein entsprechend breiter Streifen (1,50 Meter) an den Rändern der Straße von Schnee und Eis freizuhalten. In Kreuzungsbereichen und an Überwegen seien die Übergänge vom Gehweg zur Fahrbahn für die Fußgänger freizuhalten. An Straßenbahn- und Bushaltestellen sowie an Taxihalteplätzen sei der Winterdienst durch die Anlieger so durchzuführen, dass ein ungehinderter Ein- und Ausstieg möglich ist. „Ablagerungen von Schnee an der Einstiegskante sind nicht zulässig“, sagt die Stadt. Die Verwendung von Salz und sonstigen auftauenden Stoffen auf Gehwegen sei prinzipiell nicht gestattet, mit Ausnahme von Eisregen und extremen Schneefällen sowie an Treppen, Rampen und Steigungen. Geräumt werden müsste laut Stadt werktags zwischen 7 und 20 Uhr, sonnabends zwischen 8 und 20 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen zwischen 9 und 20 Uhr. Man appelliere an die Hallenser, „im Interesse des Gemeinwohls ihren Pflichten nachzukommen. Bei Pflichtverletzungen sind die Stadtordnungsbediensteten berechtigt, direkt und unmittelbar Versäumnisse zu ahnden.









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