Störzer, Läder, Talordnung – Geschichte zum Zuschauen

Eine Salzgeschichte zum Salinefest | Michas Welt - Hanse
von Michael Waldow

Wissen Sie was ein Störzer ist? Kennen Sie das Refugium des Hansevereins? Wussten Sie, dass Halle eine Hansestadt war und auch wieder ist? Fragen über Fragen, die es dringend zu beantworten gilt, gehören sie doch zur Geschichte der Stadt Halle. So spielt der Läder zusammen mit Störzer, Uffburer, Uffwäger und einigen anderen seltsam klingenden Berufen bei der Salzherstellung im Mittelalter zur Zeit der Hanse eine Rolle.

Das ist natürlich schon lange her und ein alter Schinken, aber man sollte seine Ursprünge nicht vergessen und das Salz war der Ursprung Halles. Auch der Schinken ist übrigens gar nicht so weit hergeholt, entstand doch bei der Salzproduktion durch den Rauch auch die Schlackwurst, aber das ist eine andere Geschichte. Womit wir schon wieder bei der Geschichte wären, nämlich der, die die Gruppe Quinta-X-Essentia oder schlicht das Hansetheater des Hansevereins spielt. „Im Thal zu Halle – eine Salzgeschichte“, so dass Spiel, wird von den oben genannten Berufen erzählen, wenn man so will ein dokumentarisches Spiel, bei dem nicht nur der Zuschauer, sondern sogar der Hansekaufmann Erasmus von Halberstadt etwas lernt. Das Ganze gibt es zum Salinefest am Samstag.

Nun wird ja der Salinekomplex nach dem Fest umfassend für zwei Jahre saniert, so dass noch eine letzte Gelegenheit besteht, das Hanserefugium nach dem Theaterspiel zu besuchen und siehe da, dort steht auch Erasmus bereit, um die Geschichte Halles und des Refugiums mit Scharre, Spellhus, Waffenkammer, Salzkontor und Taverne „Zur weißen Hänne“ vorzustellen.

Warum diese Tavernen-Hänne nun ausgerechnet mit „ä“ geschrieben wird, offenbart Ihnen Erasmus auf seine Weise, natürlich nur, wenn man ihn auffordert. „Erasmus spiel mir die weiße Hänne“ könnte ein auslösender Satz sein.

Übrigens in der Scharre von erwähnten Refugium kann man die vom Hanseverein und des MSW-Welten Verlages angefertigten Publikationen erwerben. Wie wäre es mit einem Tischkalender von Shire Horses, den größten Pferden der Welt aus Lettin oder Landschaften um Halle oder das Ganze auch in A3. Der Hanseverein hieße nicht so, wenn er sich nicht mit der Geschichte Halles im Mittelalter beschäftigen würde, das hat er sich auf seine Fahnen geschrieben.
Nein, nicht hoch wissenschaftlich, aber trotzdem lesbar mit vielen Fotos, ach was sag ich nur, mit ganzen Bildergeschichten. Mal eine ganz andere Art Geschichten zu erzählen.

Doch wäre natürlich der Hanseverein etwas wenig für das Salinefest am 28.09.2019 und so gibt es noch mehr zu sehen, zum Beispiel den 8. Salzhandel mit den Lößnitzern, deren Pferdefuhrwerk extra aus diesem Ort bis nach Halle kommt. Natürlich kommt auch das Schausieden und das leibliche Wohl mit köstlich gesalzenen, aber nicht versalzenen Speisen nicht zu kurz. Kurzum, es wir eine reine Kurzweil sein zum besagten Fest zu pilgern und zu schauen, zu schmecken, zu riechen und zu erleben. Bei so vielen „Zu“-Erlebnissen sollte der Tag ein Guter werden und das sprichwörtliche Salz in der Suppe.

Also dann „Brot und Salz – Gott erhalt’s“.

Beitrag Teilen

Zurück