Das 11. Hansefest 2019

Auf zum Hansefest 2019
Fisch und Salz - Gott erhalt's | Michas Welt - Hanse
von Michael Waldow

Halle kennt einige Feste im Jahr. Da gibt es große und kleine Feste in und um die Stadt drumherum. Der Mensch feiert halt gern und lässt sich noch lieber bespaßen. So auch beim Hansefest, dass nun schon zum 11. Mal stattfindet und in diesem Jahr auch wieder am Riveufer.

Das Wochenende soll dem Wetter nach zum Spazierengehen einladen und vielleicht hat dieser oder jener Lust, bei uns, den Hanse-Leuten, vorbeizuschauen. Man erfährt dort neben der hallischen Geschichte auch die hansische Geschichte, die zwar nicht bedeutend, aber doch beeindruckend war.

Um 10:00 Uhr öffnen die Händler, schließlich steckt Handel und Wandel im hansischen Gedanken.
Um 13:00 Uhr beginnt am Samstag die offizielle Eröffnung mit dem traditionellen Salzhandel am Hansezelt. Die Hanseschar braucht schließlich Salz für ihren Verkauf und die Halloren wachen argwöhnisch darauf, dass das „Weiße Gold“ nicht verramscht wird.

Neben dem rot weißen Hansezelt, indem es besagte Informationen und Publikationen des Hansevereins gibt, befindet sich eine Strecke mit Spielen, die schon im Mittelalter gern gespielt wurden. Freundliche Frauen in Gewandungen erklären den Kindern wie gespielt wurde. Es erwarten die Gäste das Hufeisenspiel, Sackhüpfen, das Leiterspiel, der Seilbal und das Kreuzspiel. Im Mittelalter gab es Brot zu gewinnen, vom Hanseverein gibt es ein paar Süßigkeiten nicht das Gewinnen, sondern der Spaß steht im Vordergrund. Gleich im Anschluss an Mittelalterspielen kann man reiten, entweder auf einem Shire oder auf einem Haflinger Christian und Sandy helfen den Kindern auf die Pferde und schon geht es eine Runde.

Kapitän Jürgen wartet indes auf dem Kaffenkahn auf seine Gäste, um ein wenig auf der Saale zu schippern. Mittelalterspiel und Kaffenkahn sind kostenlos, für die Pferde muss man einen kleinen Obolus einplanen. Um 14:30 Uhr gibt es auf dem Theaterplatz neben dem Fischmarkt dann das Theaterspiel der Gruppe Quinta-X- Essentia. Erasmus gerät in einen Streit mit einem Fischhändler. Gut, dass es da die Hansemagd Ketlin gibt, die mit ihrer Freundin den Streit schlichten kann. Der Schwank beruht auf Tatsachen, mussten doch im Mittelalter die Leute mindestens 150 Tage fasten. Fisch durfte man essen, überhaupt alles was aus dem Wasser kam, also auch Biber zum Beispiel (Nutria gab es noch nicht bei uns).

Der Kerner See hat seinen Fischstand gleich beim Hansezelt und kann viel über die Fische erzählen. Nach dem Theaterspiel um 15:00 Uhr mit dem Titel „Fisch und Salz – Gott erhalt’s“ zeigen die Bornstedter Ritter ihre gefährliche Seite und gehen mit Schwertern aufeinander los. Das wird ein „Gemetzel“. Vor einem Nachmachen wird ernstlich gewarnt, dazu gehört viel Training.  Vor dem Zelt bietet die Hanseschar ihr Salz feil, im Zelt sind Infotafeln, Publikationsstand aufgebaut und es gibt noch das Hansekino. Dort kann man sich den Episodenfilm „Hallische Schmunzeleien aus der Hansezeit“ am Samstag um 16:00 ansehen. Dieser Film wurde vom Hallischen Hanseverein und seinen Mitgliedern produziert. Übrigens gibt es auch ein Hansequiz, wo man sein Wissen über die Hanse testen kann. So kann man an diesem Tag den Bummel über das Riveufer mit Saalefahrt, Theaterstück und Reiten verbinden. Man muss nur auf die Zeiten achten, da ja die Hansemitglieder alle kulturellen Angebote in Eigenregie veranstalten.

Die sogenannte Vereinsmeile der Neuen Hanse bietet neben den Anglern, Hüpfburg und Schiffsmodellen einiges fürs Auge und fürs Ohr und hier und da kann man auch mitmachen oder in der Hüpfburg mithüpfen.

Es geht bei uns gemütlich zu, eher ohne Hektik mit einigen kulturellen Angebote. Auf der Saale finden Drachenbootrennen statt und am Sonntag haben sich die Saaleschwimmer angemeldet. Trinken, essen, lachen, Sonne genießen und sich berieseln lassen, was will man mehr.

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