Die Innungen der Salzstadt

Geschichten aus der Salzstadt | Michas Welt - Geschichten aus Halle
von Michael Waldow

Die Handwerker der Stadt schlossen sich ab dem späten 13. Jahrhundert zu sogenannten Innungen (auch Zünfte genannt) zusammen, denen Meister vorstanden, die auch im Rat der Stadt mitwirkten und ihre Interessen vertraten.

Ein berüchtigter Meister der Schuhmacherinnung war Jacob Weißack, der die Stadt Halle 1478 an den Erzbischof Ernst verriet. Zunächst erfüllten die Innungen vor allem den Zweck gegenseitiger Hilfe, etwa durch gemeinsames Beten für das Heil verstorbener oder durch Unterstützung in Not geratener Mitglieder. Später vertraten die Zünfte auch ihre jeweiligen wirtschaftlichen Interessen, kontrollierten Rohstoffe, die Produktqualität und beherrschten den lokalen Markt: War ein Handwerk in einer Stadt organisiert, durfte niemand außerhalb dieser Zunft ein Handwerk ausüben.
Die älteste Innung in Halle  waren die Kramer- (Kaufleute und Tuchhändler) und die Schuhmacherinnung.

Von links nach rechts:

1. Reihe
Fleischerinnung
Kramerinnung
Bäckerinnung

2. Reihe
Futtererinnung
Schmiedeinnung
Schuhmacherinnung

Wappen der Innungen

Die Futterer als Berufsstand gab es nur in Halle und in Erfurt. Ihr Handel drehte sich im weitesten Sinne auch um das Salz  allerdings um den Transport desselben. So besorgten sie Wagenschmiere, Teer, Stroh und anderes Futter für die Pferde und kümmerten sich um die Instandhaltung der Wagen.

Auszug aus dem virtuellen Buch "Das große Lexikon von Halle (Saale)" des MSW - Welten Verlages
(noch in Bearbeitung)

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