Juni 2012

   «Wir wollten einen anderen Weg gehen und waren bereit, anteilsmäßig eine Bürgschaft mit zu übernehmen», sagte Haseloff. Gegen eine vom Insolvenzverwalter vorgeschlagene Transfergesellschaft hatten sich aber vor allem die FDP-Wirtschaftsminister eingesetzt.
   Haseloff sagte weiter: «Teile des Konzerns wären durchaus verkaufsfähig gewesen, wenn wir das strategische Konzept gemeinsam mit dem Insolvenzverwalter umgesetzt hätten. Jetzt lässt sich kaum noch eine Perspektive entwickeln.»
   Die Pläne sahen vor, dass in Sachsen-Anhalt rund 440 Mitarbeiter aus 82 Filialen in eine Transfergesellschaft wechseln. Die übrigen 435 Arbeitsplätze und 72 Filialen von Schlecker sollten damit gesichert werden. Mit der von den Gläubigern am Freitag entschiedenen Abwicklung des Unternehmens fallen nun voraussichtlich alle Jobs weg.
 

von Tobias Fischer
von Tobias Matussek