Windrichtungsgeber, Anemoskop oder Wetterfahne

Neue Wetterfahne auf dem Peißnitzhaus | Halle - Gestern und Heute
von Manfred Boide

Für Wetterfahnen ging es verschiedene Bezeichnungen, in unserer Region wird sie in der Regel als Wetterfahne bezeichnet. Ihre Aufgabe als bewegliches Messinstrument ist es, durch einen dynamischen Druck auf die Fläche der „Fahne“ auszuüben und damit die Richtung des Windes anzuzeigen. Auf dem alten Peißnitzhaus, welches 1892 auf der Peißnitz in Halle errichtet wurde, war auch von Anfang an eine Wetterfahne auf der oberen Turmspitze angebracht. Spätestens in den achtziger Jahren musste sie wegen Baufälligkeit vom Dach genommen werden.

 

Am Donnerstag wurde unter großer Aufmerksamkeit und medienwirksam die neue Wetterfahne auf dem Turm des Peißnitzhauses aufgesetzt. Sie ist 3,90 Meter hoch und wiegt ca. 30 Kilogramm. Sie wurde in der Metallwerkstatt Jörg Otto in Halle gefertigt. Für die Montage wurde eigens ein Kran mit Montagebühne aufgestellt. Die Montage war nicht ganz einfach, der Wind ist bei Arbeiten in solchen Höhen durchaus hinderlich und es musste auch noch etwas nachgearbeitet und ordentlich gefettet werden, denn die Wetterfahne muss sich drehen können.

Zuvor wurde eine Zeitkapsel mit verschiedenen Utensilien bestückt und im Inneren der Wetterfahne verstaut.

Sie ist weithin sichtbar und wird den Endspurt bei der Sanierung des Hauses verkünden.

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