Stein für Stein – Sanierungsauftakt auf der Saline

Arbeit in schwindelnder Höhe | Halle - Gestern und Heute
von hallelife.de | Redaktion

Es ist gegen 09:00 Uhr am Morgen. Die weiträumig und gut abgesicherte Baustelle an der Saale gegenüber dem Multimediazentrum ist vorbereitet für erste Arbeiten zur umfangreichen Sanierung der Saline.

Der 75 Meter hohe Schornstein des Technischen Halloren- und Salinemuseums an der Mansfelder Straße wird in einem ersten Schritt bis auf eine Höhe von etwa 45 Metern zurückgebaut. Spezialisten von der WITTROCK – Gruppe [www.wittrock-gruppe.de] haben eigens dazu einen Spezialkran aufgebaut, der die Arbeiter in einem Arbeitskorb bis auf die jeweilige Arbeitshöhe transportiert. Etwas Schwindelfrei muss man da schon sein. Der Rückbau soll nach Aussagen der Stadt etwa 3 Wochen dauern.

Die Arbeiten an der historischen Esse sind notwendig geworden, weil der obere Teil durch die Jahre und die Witterung baufällig geworden ist und somit auch eine Gefahr darstellt.

Die Steine werden übrigens, soweit sie die den Sturz aus der Höhe in das Sandbett überstehen, wieder verwendet. In einem weiteren Sanierungsschritt werden sie dort wieder verbaut, letztendlich soll der Schornstein seine alte Höhe von 75 Metern wieder erreichen.

Der Rückbau des Schornsteins ist das sichtbare Zeichen für die Hallenserinnen und Hallenser, dass die Sanierung der Saline begonnen hat. Es ist ein ermutigendes und deutliches Signal, dass auch in Zeiten der Pandemie die Stadtentwicklung weiter vorantreiben wird. Für rund 15 Millionen Euro lässt die Stadt Halle (Saale) das denkmalgeschützte Gebäudeensemble des Technischen Halloren- und Salinemuseums sanieren.

Der umgestaltete Museumskomplex wird gemeinsam mit dem neuen Planetarium auf dem Holzplatz dem Tourismus wichtige Impulse geben und das Leben in Halle (Saale) als einer „Stadt am Fluss“ entscheidend bereichern“, sagt Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand.

Wichtigster Teil der Arbeiten ist die Sanierung der Großsiedehalle, die künftig den Ausstellungskern mit Siedepfanne, Salzlabor und Präsentation des Silberschatzes der Halloren beinhaltet. Dazu werden das Gebäude statisch ertüchtigt und ein Eingangsbereich mit Foyer sowie Dauerausstellungsflächen geschaffen.

Magazinräume für das Museum entstehen in der sogenannten „Sichteranlage“. Zudem wird der Innenhof des Ensembles saniert und neu gestaltet. Ein separates Projekt umfasst zudem die Neugestaltung des gesamten Umfeldes. Mitte 2022 sollen die Arbeiten beendet sein.

Für rund 15 Millionen Euro lässt die Stadt Halle (Saale) das denkmalgeschützte Gebäudeensemble des Technischen Halloren- und Salinemuseums sanieren.

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