Kaum noch Platz im Innenraum des Gasometers

Kuppelsaal ist fertiggestellt | Halle - Gestern und Heute
von Manfred Boide

Das Dachkonstrukt im Kuppelsaal sieht von unten betrachtet aus wie ein Spinnennetz. Das komplizierte Geflecht aus Metall, welches sich nunmehr im Betonmantel befindet, garantiert das Ableiten der nicht unerheblichen Kräfte, die auf die darunter liegende Konstruktion einwirkt. In der jetzigen Ansicht ist noch der Rohbau zu sehen. In der Folge wird das Gewölbe mit einer perforierten Aluminiumkonstruktion verkleidet, die gleichzeitig auch 360° Grad Projektionsfläche für die Projektoren sein wird.

Aus den umliegenden 6 Wandöffnungen werden dann die Bilder in einem entsprechenden Winkel auf die Kuppeloberfläche projiziert. Die Größe des Kuppersaals entspricht in etwa dem des alten Planetariums auf der Peißnitzinsel.

Auf der oberen Plattform sind am Freitag die vorbereitenden Schalungsarbeiten für den Guss der letzen Ebene abgeschlossen worden. Heute wurde der Beton in die Verschalungen eingegossen. Wie schon bei vorhergehenden ähnlichen Arbeiten erfolgt die Zuführung des Betons über eine Druckleitung außerhalb des Bauwerkes über die oberste Brüstung des Gasometers. Mehr als 18 Ladungen aus fahrenden Betonmischern müssen angeliefert werden bis die Deckenplatte fertig ist. Da gibt es kaum Pausen zwischen den einzelnen Fahrten, da alles in „einem Stück“ gegossen werden muss. Allein der noch im Bau befindliche Aufzug wird im Moment noch alles überragen, bis die weiteren Installationen erfolgen.

Das neue Planetarium mit der Sternwarte wird neben den in der Stadt bereits vorhandenen Einrichtungen ein weiteres Highlight werden und sich würdig in die Bereiche der Kultur, Bildung und Wissenschaft der größten Stadt von Sachsen-Anhalt einfügen.

[Fortsetzung folgt]

Gasometer - Betonier-Arbeiten auf der oberen Plattform from Hallelife.de on Vimeo.

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