Inkasso Abzocker auf Tour

Warnung | Verbraucher
von hallelife.de | Redaktion

Verbraucherzentrale rät Betroffenen, sich keinesfalls durch unhaltbare Drohungen zu Zahlungen bewegen zu lassen!

Nach wie vor und immer wieder – schwarze Schafe oder besser gesagt Kriminelle – versuchen an das Geld von Verbrauchern zu kommen.

Erst Ende letzten Jahres warnte die Verbraucherzentrale vor einer Inkassgroup. Diese forderte "letztmalig mit Nachdruck" eine Schuldsumme von angeschriebenen Verbrauchern. Dabei sollte es sich um offene Beitragszahlungen für alle im Fachverband der Lotterie und Glückspielanbieter Deutschlands vertretenen Mitglieder handeln. Diese seien zum Forderungseinzug abgetreten worden. Dasselbe "Spiel" mit nahezu dem gleichen Text versucht nunmehr eine EC-Ded Group SRL mit angeblichen Sitz in Berlin. Hier werden 794 Euro gefordert, bei Zahlung innerhalb der nächsten drei Tage als Vergleichsangebot "nur" 314 Euro. Die Zahlung soll diesmal auf ein Konto in Rumänien erfolgen. Die Drohungen bei Nichtzahlung werden jetzt noch ausgefeilter. Gerichtsvollzieher, Zwangsvollstreckung und Pfändung zukünftiger Rentenansprüche, das verunsichert einzelne Verbraucher durchaus.

Noch dreister jedoch ist das Vorgehen von einer was auch immer "Gartenfeld", ebenfalls mit Sitz in Berlin – vertreten durch eine Anwältin Gabi Schütter – die angesichts fehlender Zahlungsbereitschaft der Angeschriebenen nunmehr keine andere Möglichkeit mehr sieht, als das bereits vorbereitete Formular für eine Kontopfändung auszubringen. Nur bei Zahlung von 249,36 Euro kann das Ganze noch vermieden werden. Um dem Ganzen noch mehr "Glaubwürdigkeit" zu verleihen, hat man die Optik eines angeblichen Gerichtsbeschlusses mit Siegel bemüht. Anbei ein angeblicher Vollstreckungsbescheid, der mit einem solchen nicht im Ansatz etwas zu tun hat. Die Zahlung soll diesmal auf ein belgisches Konto erfolgen, als Zahlungsempfänger ist eine ARARAT Company GmbH benannt.

In beiden Fällen geht es nach Auffassung der Verbraucherzentrale um nichts anderes, als Kasse zu machen. Es werden Drohkulissen aufgebaut, um den angeblichen Forderungen massiv Nachdruck zu verleihen. Anhand dieser Schreiben können betroffene Verbraucher nicht erkennen, wo die angeblich noch offenen Rechnungen herkommt und ob die Forderungen überhaupt berechtigt sind.

Die Verbraucherzentrale rät den Betroffenen, sich nicht von den Drohgebärden einschüchtern zu lassen und auf keinen Fall Zahlungen zu leisten. 

Bei der Prüfung von Forderungen können sich die Verbraucher an die Beratungsstellen wenden.

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