Abriss im Gestüt Kreuz

Abriss der Sattlerei - Fotos: Heike Lange
Kreuzvorwerk | Halle - Das Gestern
von hallelife.de | Redaktion

Im ehemalige Königliche Landgestüt Kreuzvorwerk (Gestüt Kreuz), gegründet 1888, wurde in den letzten Jahren saniert, eine moderne Wohnanlage wurde aus den alten Gemäuern geschaffen. Die gesamte Anlage steht unter Denkmalschutz. Nur die alte Sattlerei schlummerte über die Jahre weiterhin trist daher und wurde zusehend maroder.

Jetzt wird sie trotz Denkmalschutz abgerissen. Warum stellt sich da die Frage? Das Haus hat das Spiel auf Zeit verloren wie es scheint. Sehr schade finden viele Hallenser und Anwohner. Unermüdlich fraß sich der Knacker auch heute durch das alte Mauerwerk und zerlegte es.

 

Die alte Sattlerei, eines der wichtigsten Gebäude des Gestütes wird noch vor Weihnachten, nach 129 Jahren, Geschichte sein. Und somit ist wieder ein Teil unserer Halleschen Historie unwiederbringlich zerstört.

 Heike hat nicht weggesehen und die letzten Stunden der alten Sattlerei festgehalten.

 

Zur Geschichte

Das Gestüt wurde im Jahre 1888 gegründet und beherbergte zwischen 95 und 200 Pferde. Als Landgestüt beherbergte es sich überwiegend Zuchthengste. 1960 erfolgte dann die Auflösung des Landgestütes. Bis zur Aufgabe der Tierhaltung Ende 1990 wurden Teile der Stallungen zur Zuchtbullenhaltung genutzt.

Insbesondere als Zuchtstätte für (Belgische) Kaltblüter gewann Kreuzvorwerk an Bedeutung. Jedoch erklärt sich unter anderem hieraus der Niedergang des Gestütes, da bei zunehmender Technisierung der Landwirtschaft eine umfangreiche Kaltblutzucht nicht mehr vonnöten war.

Der ungewöhnliche Name des Gestüts „Kreuzvorwerk“ resultiert einerseits aus der kreuzförmigen symmetrischen Anordnung der Zugänge zu den Gebäuden (Kreuz) und andererseits aus der ursprünglichen Bezeichnung für eine große landwirtschaftliche Hofanlage (Vorwerk).

Architektur

Das Hauptgebäude ist ein schlichter, zweigeschossiger Backsteinbau auf einer Anhöhe nahe der Saale. Es ist in Form eines verkürzten Hufeisens mit einer Achsenlänge von etwa 120 Metern angelegt. Östlich des auf dem Innenhof gelegenen Exerzierplatzes befindet sich das Direktorenhaus im Neorenaissancestil. Weiterhin sind einfach gehaltene Arbeiterwohnungen mit Gärten, Wiesen, sowie ein Park zu finden.[3] Neu errichtete Wohngebäude sind in die Gesamtanlage symmetrieerhaltend eingegliedert worden.

(Quelle Wikipedia)

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